Grünflächenteam vom städtischen Bauhof zum Frühling viel unterwegs

Von: Wilfried Rhein
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Das Werk ist - bis zur kommenden Sommerbepflanzung mit bunten Gewächsen - vollendet. Im Bereich der Bischof-Pooten-Straße in Teveren war vom Kreisverkehr (Bild) auf der L42 bis zum Ortseingang für das Grünflächenteam des städtischen Bauhofs einiges zu tun. Im Bild (v.l.) Burkhard Claßen, Peter Sentis und Simon Jansen beim letzten Schliff. Foto: Wilfried Rhein

Geilenkirchen. Alles geht nach Plan. Auch der Umgang mit der Natur. Peter Sentis weiß das. Der Gärtnermeister und stellvertretende Bauhof-Chef hat mit seinem zwölfköpfigen Team gerade jetzt immens viel zu erledigen. Das liegt nicht einmal am, gefühlten, überlangen Winter.

„Solche Verzögerungen holt die Natur wieder ein”, weiß der Gärtner.

Phasen guten Wetters, wie in diesen Tagen, kommen dem Bauhofpersonal mehr als gelegen. Was sich an Schäden angehäuft hat, wird ausgetauscht. „Die Verwaltung liegt absolut in der Zeit”, bestätigt Peter Sentis nach dem „extrem durch Frost” belasteten Winter. Da haben auch die 13 Grünflächen-Mitarbeiter beim Streudienst mitgemacht, nachdem sie jahreszeitbedingt den Freischnitt in Anlagen absolviert hatten.

Funktionell und hübsch

Die Pflege von städtischen Parks bishin zu den Sportplätzen obliegt diesem Bauhofteam. Und an den Straßenrändern gibt es reichlich zu tun. Manchmal auch in der Straßenmitte, denn Kreisverkehre gelten in Einfahrtslagen der Ortschaften als Blickfang und sollen entsprechend gepflegt werden. Das ist für die Mannschaft um Peter Sentis ein sensibles Thema. Der Gärtnermeister weiß, dass die meist erhabenen Rondells gut aussehen sollen, die Gestaltung aber saisonal variiert.

Einen kleinen Respekt zollt in diesem Zusammenhang Peter Sentis den sogenannten Eisheiligen. Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius, schließlich die (kalte) Sophia „schlagen doch schon mal zu”, erinnert sich der Fachmann, der sich aber pflanztechnisch „nach dem 15. Mai auf der sicheren Seite” sieht.

Gerade haben sich die Leute vom Bauhof mit der Ortseingangssituation von Teveren vor Grotenrath beschäftigt. In der Verlängerung der Bischof-Pooten-Straße hat die Landesstraße 47 einen Kreisverkehr aufgenommen, der mit widerstandsfähigen Böschungs- oder Glanzrosen und kräftigem Feuerdorn besetzt worden ist. „Die Gewächse sind sogar relativ streusalzresistent”, sieht der Gärtnermeister weitere Vorteile.

Wie im Blumenkübel

Sommerpflanzen sind, nicht nur für diesen Verkehrsverteiler, in der Regel Geranien oder Begonien, üblicherweise „was man zu Hause im Blumenkübel hat”, sagt der 41-jährige Experte. Die Kosten dafür sind überschaubar; mit einer geringen dreistelligen Summe, heißt es, lässt sich schon Ordentliches herrichten.

Gleich nebenan in der Ortsdurchfahrt hat die Bauhofmannschaft zwei weitere Beispiele ihres Einsatzumfangs gegeben. „Neuanpflanzungen sind eigentlich jedes Jahr mal dran”, sagt Peter Sentis, „hauptsächlich nach Straßenerneuerungen.” In der oberen Bischof-Pooten-Straße ist gerade die Kanalisierung nachgerüstet worden. Jetzt wartet die Fahrbahn noch auf die Asphalt-Feinschicht, die Bepflanzung aber ist schon im hellen Boden; teils sogar mit Aufwand reduzierenden „Erdcontainern” um die Wurzeln. Und Gras ist auch schon ausgesät worden.

Eine gute Strecke des Planungsweges wird der Bauhof von den Planern im Tiefbau begleitet. Wo denn noch - aus optischen Gründen der Wohnumfeldverbesserung - ein Pflanzstreifen angelegt werden soll, das wird vorgegeben und dass die hergestellten Flächen möglichst „extensiv” zu pflegen sein sollen. „Zweimal im Jahr Gras mähen - fertig”, weiß Peter Sentis um den Kostendruck.

Intensiveren Einsatz erfordert, ein paar Straßen weiter in Teveren, der Dorfplatz. Dort ist der städtische Bauhof mehr als nur kosmetisch rangegangen. „Es sah ein wenig verwildert aus”, erinnert sich Peter Sentis. Was nicht repariert werden konnte, kam mit dem Aushub fort. Den Altbestand an Spessart-Stauden an der Parkplatzseite haben die Pfleger belassen. Deren rosa Blüten korrespondieren im Frühling mit dem Gelb vom Fingerstrauch, ein bodendeckendes Gehölz.

Raum haben jetzt die Stellplätze von Weihnachtsbaum und, in stabiler Halterung, Maibaum. Vor dem Brunnen des Besenbinders ist ein Rasenstück ausgespart worden für ein dichtes Beet von Rosen, Marke „Gärtnerfreude”.

Mähen mit der Hand

Drumherum wird dann gemäht, teils von Hand. „Etwa alle zehn Tage”, sagt Peter Sentis. Auch das gehört zum Plan.
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