Großer Konzertabend des Trommler- und Pfeiferkorps Hastenrath

Von: agsb
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Die Musiker/innen des Trommler- und Pfeiferkorps Hastenrath (Bild) zogen alle Register beim Doppelkonzert mit dem Instrumentalverein Breberen. Vor allem als Piraten waren sie in ihrem musikalischen Tatendrang nicht zu stoppen. Foto: agsb

Gangelt-Hastenrath. Ein Feuerwerk der Blas- und Spielmannsmusik gab es beim Konzertabend des Trommler- und Pfeiferkorps. Ein beeindruckender Auftritt, bei dem der Gastgeber mit dem Instrumentalverein Breberen alle musikalischen Facetten aufboten.

Es war kurz vor 22.30 Uhr am Samstagabend als sich mehr als 300 begeisternde Musikfreunde erhoben und minutenlang die „Piraten“ des Trommler- und Pfeiferkorps feierten; der Applaus wollte kein Ende nehmen.

Schon nach dem Eröffnungsteil durch den Instrumentalverein Breberen gab es stehende Ovationen für die Musiker. Erstmalig präsentierte das Trommler- und Pfeiferkorps Hastenrath in der Festhalle ein Gemeinschaftskonzert, dieser große Erfolg dürfte jetzt eine feste Größe im Jahresterminkalender werden.

Es war beeindruckend, wie das Trommler- und Pfeiferkorps die Spielmannsmusik präsentierte. Alle Musikfreunde in der Festhalle waren sich einig: Da spielten zwei repräsentative Ensembles - nicht nur für die Gemeinde Gangelt. Sie zündeten ein Feuerwerk voll Leidenschaft. Bei vielen der insgesamt 18 Konzertstücke spürten die Besucher Gänsehaut.

Souveräne Dirigenten

Beide Vereine wurden geführt von jeweils souveränen Dirigenten, die selbst mit Herzblut und Leidenschaft agierten. Das Eröffnungsstück des Instrumentalvereins mit dem Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss ging bereits mächtig unter die Haut. Und nach dem fulminanten, temporeichen Schlussstück der Spielmannsleute mit „Fluch der Karibik“ brach ein Applausorkan los.

Vor diesem Stück „Pirates of the Caribbean“ wurde es gespenstisch in der Halle. Das Licht dimmte ab, über die Mikrofone sowie Leinwand deutete sich ein Sturm auf See an. Die Musiker/innen selbst zeigten sich dabei als wahre Verwandlungskünstler, sahen in sekundenschnelle wie Freibeuter aus. Aber wo war der Dirigent? Ging er vielleicht schon von Piratenschiff bei dieser stürmischen beginnenden Seefahrt selbst über Bord?

Von wegen: Dirigent Jan Aalders übernahm als Pirat Jack Sparrow („Fluch der Karibik“) Schiff und Kommando. Was in den folgenden 15 Minuten geschah, war sensationell. Das Piratenschiff wankte und musste schwere Wellen überstehen, aber Kapitän Jack Sparrow zeigte seine Qualitäten und trieb seine Leute an. Hervorragend hier Vereinsvorsitzender Jörg Diesburg, er glänzte nicht nur auf dem Xylophon, auch als Akkordeonspieler zeigte er seine musikalische Bandbreite.

Effektvoll geführt

Der Konzertabend sah einen prachtvollen Schlussteil, gespickt mit vielen Highlights. Wie Jan Aalders zog auch Breberens Dirigent Büb Mühlenberg alle Register und führte effektvoll seine Musiker/innen. Der Instrumentalverein verwandelte die Hastenrather Bürgerhalle phasenweise zum Wiener Opernhaus.

Die musikalische Reise ging von Böhmen aus weiter nach Großbritannien mit „Lords of Greenwich“. Es folgte Filmmusik aus „Fackeln im Sturm“; Patrick Swayze schien leibhaftig anwesend. Und dann gelang der Sprung über den Teich zu Altmeister Frank Sinatra. „Sinatra in Konzert“ verzauberte alle, und es war mehr als ein musikalischer Ohrenschmaus. Für das Publikum nur schade, dass nach weiteren Glanzpunkten mit dem Gruß aus Böhmen, „Katharinen Polka“, „Love shine a Light“ und „Salve Imperator“ Teil eins des Konzerts endete.

Das Trommler- und Pfeiferkorps hatte mehr als eine glückliche Hand mit dem Instrumentalverein und traf bei der Auswahl der Konzertstücke die richtige Wahl. Mit „Rio Bravo“, „Das Leben bringt viel Freud“, „Everything I do, I do it for you“, „Independence”, „Can You feel the love tonight”, „Hallelujah”, und „Nothing else matters” steuerte das Vereinsschiff in die Karibik. Und als „Abba“-Musik erklang schlossen viele die Augen und wurden mitgenommen auf eine fantastische Reise mit Welthits.

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