Gangelt-Birgden - Große Hühnerfarm trifft auf Widerstand

Große Hühnerfarm trifft auf Widerstand

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Gegen die geplante Hühnerfarm auf den Barrikaden: Bei einer Infoveranstaltung im Pfarrheim Birgden ging es hoch her. Foto: Georg Schmitz

Gangelt-Birgden. Gestank, Fliegen, An- und Abfahrtsverkehr: Die Bürger von Birgden befürchten schon jetzt Beeinträchtigungen in ihrem Wohnumfeld. Grund ist der Antrag beim Kreis Heinsberg zur Errichtung eines Betriebes für Massentierhaltung.

Eine ein Hektar große Hühnerfarm zwischen Gangelt-Birgden und Geilenkirchen-Gillrath soll entstehen. Das will die Gruppe von Birgdenern um Heinz-Josef Schieffer und Jürgen Friedrichs verhindern.

Eine Unterschriftensammlung gegen die Ausweisung einer Vorrangfläche für Massentierhaltung im genannten Bereich, unweit der ehemaligen Mülldeponie, läuft bereits. Birgdens CDU-Ortsverbandsvorsitzender Stefan Palloks und Vertreter der sich konstituierenden Bürgerinitiative hatten zu dem Thema zu einer Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus eingeladen. Da mehr als 250 Interessierte mitdiskutieren wollten, wurde die Versammlung ins Pfarrheim verlegt.

Die Anwesenden erfuhren von Bürgermeister Bernhard Tholen, dass ein Antragsteller aus Koningsbosch in den Niederlanden in der Gemeinde Gangelt eine Farm für Legehennen errichten möchte. Tholen machte klar, dass er sich bei einer Anhörung durch den Kreis bereits im April gegen diese Ansiedlung ausgesprochen habe.

Der Bau von sogar mehreren Anlagen zur Intensivtierhaltung auf Gemeindegebiet könne nach geltendem Recht nicht verhindert, aber durch Ausweisung einer privilegierten Vorrangfläche auf ein einziges Areal beschränkt werden. Das zum Tragen kommende Baugesetzbuch sei ein Bundesrecht, auf das eine Gemeinde kaum Einfluss habe.

In dem Massenbetrieb sollen genau 39.999 Legehennen untergerbracht werden. „Ab 40.000 Tieren ist eine Umweltverträglichkeitsstudie notwendig, die ist viel umfangreicher und teurer für den Antragsteller”, klärte Tholen auf. Ein Huhn mehr oder weniger macht also doch einen Unterschied.
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