Geilenkirchen - Grabfelder für Soldaten in schlichter aber klarer Struktur neu gefasst

Grabfelder für Soldaten in schlichter aber klarer Struktur neu gefasst

Von: Georg Schmitz
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Bürgermeister Thomas Fiedler und Vertreter des Friedhofsamts schauten sich den Ehrenfriedhof in Immendorf an, der von der Kameradschaft in Geilenkirchen neu gestaltet worden ist. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vor allem in der Herbstzeit werden bei vielen Menschen Erinnerungen an die Kriegtage im November 1944 geweckt, als die Alliierten mit ihren Kampfhandlungen zahlreiche Orte im Westen Deutschlands in Schutt und Asche legten.

Auf dem Ehrenfriedhof in Immendorf verwies Bürgermeister Thomas Fiedler auf diesen November, der damals viele Tote hinterlassen habe. Der Ratsvorsitzende traf sich dort mit Ingrid Oeben und Wolfgang Leucht vom städtischen Friedhofsamt sowie Vertretern der Kameradschaft Ehemalige, Reservisten, Hinterbliebene der Ortsgruppe Geilenkirchen im Deutschen Bundeswehrverband, um die jetzt abgeschlossene Neugestaltung zu begutachten.

Auf den Immendorfer Grabfeldern sind 21, auf dem ebenfalls umgestalteten Ehrenfriedhof in Prummern elf Kriegsopfer beigesetzt. Als Vorsitzender des Ortsverbandes Geilenkirchen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge sei ihm die Pflege und Erhaltung der Gräber ein besonderes Anliegen. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister der Kameradschaft, die eine Patenschaft für die Ehrenfriedhöfe in Immendorf und Prummern übernommen habe. Thomas Fiedler verwies auf die Haushaltssicherung, die es nicht zulasse, von Seiten der Stadt einen optimalen Pflegezustand, wie ihn die Kameradschaft erbringe, zu gewährleisten. „Für uns ist es ein Glücksfall, dass der Bundeswehrverband die Pflege der Ehrenfriedhöfe übernommen hat“, lobte er deren Engagement.

Der Vorsitzende der Geilenkirchener Kameradschaft, Fregattenkapitän a.D. Bernd A. Thöner, versprach, dass sich die Ehemaligen auch in Zukunft für den Erhalt der Ehrenfriedhöfe in Geilenkirchen einsetzen würden. „Mit sieben Mann haben wir 70 Arbeitsstunden in Immendorf und Prummern geleistet, um die Soldatengräber in einen besseren Zustand zu versetzen“, erläuterte Bernd Thöner.

„Vorher waren die Anlagen ziemlich verwildert und wiesen keine klaren Strukturen auf“, sagte Wolfgang Leucht vom Friedhofsamt. Bernd A. Thöner, Klaus Mohn, Wilhelm Schmidt, Klaus Fischer, Bernhard Müller, Uwe Korst und Josef Latour hatten dann zum Arbeitswerkzeug gegriffen und mit Unterstützung der Friedhofskolonne der Stadt Geilenkirchen die Anlagen in Immendorf und Prummern mit Pflastersteinen eingefasst, die Gräber mit Efeu bepflanzt und so zu einem ansehnlichen Ort des Gedenkens aufgewertet.

Beim Blick auf die steinernen Grabkreuze stellt der Betrachter fest, dass selbst alle Namen und Angaben noch deutlich zu erkennen sind. „Wir säubern die Grabmale einmal im Jahr mit der Bürste“, nennt Bernd Thöner den Grund.

Auf das Lob der Stadtvertreter ob solch ehrenamtlichen Engagements hatte sich der Fregattenkapitän mit einem bekannten Zitat von John F. Kennedy vorbereitet: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst.“

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