Gangelt/Schinveld - „Go-West-Wanderung” zum Copje Coffee

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„Go-West-Wanderung” zum Copje Coffee

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Erstmals wurde eine der Streck
Erstmals wurde eine der Strecken, nämlich die über sieben Kilometer, barrierefrei gestaltet und war somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt/Schinveld. „Wie viel darf es denn sein: sieben, zehn, 15 oder 20 Kilometer?” Das war die Frage von zweitrangiger Bedeutung am Sonntag bei der „Go- West-Wanderung” von Gangelt aus in die Niederlande und zurück. Der Blick gen Himmel einte alle, die sich am Rathaus in Gangelt trafen, um von dort aus die Wanderung zu beginnen.

Im vergangenen Jahr war Tüddern in Selfkant der Startpunkt, und Katja Welter vom Zweckverband „Der Selfkant” erinnert sich, dass die 225 Starter 2010 vor allem eines gemeinsam hatten: Sie wurden den ganzen Tag über naß. Die Veranstaltung erlebte bei gutem Wanderwetter ihre dritte Auflage.

Während der Zweckverband „Der Selfkant” das Unternehmen von deutscher Seite organisiert hatte, war es aus dem Nachbarland der Wanderverein „WSV der Grenslopers”, bei dem die Fäden zusammenliefen. Wandern hat sich in den Niederlanden zu einem echten Volkssport entwickelt, und so wundert es nicht, dass bei den Grenslopers rund 800 Wanderfreunde organisiert sind, die damit den zweitgrößten Wanderclub im Bereich Brabant bilden. Dies- und jenseits der Grenze gab es Wanderer, die dem Wetter wohl nicht so ganz getraut haben.

Eigentlich sollte das Startbüro um acht Uhr öffnen. „Als wir um 6.45 Uhr mit den Vorbereitungen beginnen wollten, standen aber schon die Ersten vor der Türe und wir haben sie selbstverständlich wunschgemäß auf die Strecke gelassen”, lacht Katja Welter und war wohl ebenso wie anderer Beobachter des Ganzen beeindruckt davon, welche Ausrüstung doch einige für nötig erachten, um im grenzüberschreitenden Flachland voranzukommen. So kann man sich wohl Reinhold Messner bei einer seiner 14.000er Bergtouren vorstellen.

Regenschirme lukten aus vielen Rücksäcken; an Proviant reichte eigentlich etwas Trinkbares, denn auf der Strecke gab es zwei Verpflegungsstationen, an denen man essen und sich ausruhen konnte. Eine fand man im Pfarrheim Stahe, die andere wunderbar gelegen und immer ein beliebter Treffpunkt für Wanderer und Radfahrer, das „Nonke Buusjke” im Schinvelder Wald. „Limburgse Flaa” stand neben dem „Copje Coffee” ganz oben auf der Speisekarte und stärkte für den Rückweg nach Gangelt.

Dort gab es auch den begehrten IVV-Stempel, den Wanderfreunde sammeln. Nach nicht einmal drei Stunden waren die Wanderer zurück, die schon vor sieben Uhr die 20-Kilometer unter die Füße genommen hatten.

Zu dem Zeitpunkt saß Katja Welter schon mit anderen Helfern zufrieden an der Anmeldung im Rathaus: „Ich bin echt erleichtert”, schildert sie mit Blick auf eine Strichliste, die bis Mittag schon 600 Starter verzeichnete.

Da hat sich doch die Arbeit der zurückliegenden Wochen gelohnt. Erstmals wurde eine der Strecken, die über sieben Kilometer, barrierefrei gestaltet und war somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Unter anderem eine Gruppe der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf nutzte dieses Angebot.
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