Geilenkirchen - Glasfaser: Volle Säle bei Info-Veranstaltungen

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Glasfaser: Volle Säle bei Info-Veranstaltungen

Von: Udo Stüßer
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Ein Arbeiter beim Verlegen der Glasfaser-Kabel zu einem Wohnhaus. Auch in Geilenkirchen könnte das Kabel für superschnelles Internet sorgen. Foto: imago

Geilenkirchen. Bürgermeister Thomas Fiedler freut sich über einen Riesenerfolg: „Die Säle waren voller als bei den Karnevalssitzungen, und in Beeck war sogar mehr los als bei der Premierenfeier der Theatergruppe“, sagt er nach ersten Informationsveranstaltungen zum Ausbau des Glasfasernetzes in Geilenkirchen.

Die ersten Ortschaften in Geilenkirchen auf der Liste der Deutschen Glasfaser sind Immendorf, Waurichen, Prummern, Beeck und Süggerath. „Hier ist die Not am größten“, erklärt Stephan Scholz vom städtischen Baudezernat. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Deutschen Glasfaser, die bis 2015 im ganzen Kreis Heinsberg für superschnelles Internet sowie HD-Fernsehen und Telefonie in Spitzenqualität sorgen will, informierten Scholz und Fiedler die betroffenen Bürger vor Ort. 200 bis 250 Besucher fanden sich ihren Angaben nach jeweils zu den Info-Abenden ein, viele traten wegen Überfüllung der Säle wieder den Heimweg an. Weitere Info-Abende werden angeboten, damit sich jeder über die Leistung eines Glasfasernetzes informieren kann. In jedem Ausbaugebiet müssen mindestens 40 Prozent der Bewohner einen Vorvertrag mit einem der drei Provider Net Aachen, NEW oder Flink abschließen.

Für das erste Ausbaugebiet mit den Ortschaften Immendorf, Waurichen, Prummern, Beeck und Süggerath ist der 24. März der Stichtag. Werden in einer der Ortschaften keine 40 Prozent erreicht, werden dort keine Leitungen verlegt. Fiedler jedoch ist ganz optimistisch, dass in allen Dörfern die 40 Prozent überschritten werden. „Berlin hat es nicht, München hat es nicht, aber Süggerath wird es haben“, freut er sich auf Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit. Und: „80 Prozent der Geilenkirchener Bevölkerung sind mit Computern ausgestattet. Auch die älteren Menschen entdecken für sich das Internet. Wer einmal mit seinem Enkel geskypt hat, will es sowieso nicht mehr missen“, hat Fiedler festgestellt.

Dass ein schneller Internet-Anschluss auch für die ältere Generation hilfreich ist, macht Fiedler mit der Telemedizin deutlich: „Sie wird in wenigen Jahren selbstverständlich sein. Über Internet kann man dann riesige Datenmengen, Röntgenbilder und Blutdruckwerte per Mausklick zum Arzt schicken“, sagt er und weist auch auf die gewaltigen Zuwächse im elektronischen Einzelhandel hin: „Der elektronische Handel hat eine große Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen in den Orten.“

Aus diesem Grunde gehen in diesen Tagen auch viele Befürworter des Glasfasernetzes von Haus zu Haus und werben in der Nachbarschaft für den Ausbau. Nach dem 24. März gibt es weitere Gespräche zwischen Fiedler und der Deutschen Glasfaser. Dann geht es um den Ausbau der Ortschaften Teveren, Grotenrath, Triprath, Hochheid, Niederheid, Gillrath und Hatterath.

„Für die Gewerbegebiete müssen wir separate Angebote machen, denn dort angesiedelte Firmen benötigen ganz andere Servicereaktionszeiten. Gerade in den Industriegebieten sind schnelle Leitungen wichtig. Zukunftssicherheit ist hier ein wichtiges Stichwort.“ Sprechen sich Waurichen, Prummern, Beeck und Süggerath bis zum 24. März für einen Ausbau aus, wird schnell Baubeginn sein. In etwa sechs Monaten müssten die Dörfer mit schnellen Leitungen versorgt sein, so dass die nächsten Stadtteile in Angriff genommen werden können.

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