Glasbausteine an Frelenberger Kirche mutwillig zerstört

Von: mabie
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Viele eigentlich unerwünschte Einblicke bietet die Frelenberger Kirche nach der mutwilligen Zerstörung. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Wer derzeit ein paar Schritte hoch zur Pfarrkirche St. Dionysius Frelenberg an der Ägidiusstraße macht, wird vielleicht nur ein paar im Gebüsch liegende Gehwegplatten sehen. Wer genauer hinschaut, erkennt aber noch mehr, was eigentlich nicht in das Bild einer ordentlichen Kirche passt. Denn am Montagmorgen haben Mitarbeiter der katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus Übach-Palenberg am Sakralbau in Frelenberg erhebliche Beschädigungen festgestellt.

„Es sind Gehwegplatten auf dem Podest vor dem Haupteingang zur Kirche einfach herausgerissen und ins Gebüsch geworfen worden“, berichtet Ulrich Hansen vom Kirchenvorstand. Er hat mit vielen Fotos die Schäden dokumentiert, denn auch die am Nebeneingang befindliche Wand aus Glasbausteinen bietet nun unerwünschte Einblicke in das Kircheninnere.

Scherben sind zu sehen, auch die Steine, die durch die Glasbausteine ins Innere des Gebäudes gedrungen sind, sowie ein kleiner Vorrat an Steinen, der auf einem Türscharnier liegt und wohl als zusätzliches Wurfmaterial dienen sollte. „Gut 30 Bausteine sind mit Pflastersteinen und anderen Wurfgeschossen zerstört worden“, sagt Hansen.

Bei einer Kontrolle am Montagmorgen wurden die Schäden festgestellt und gleich erging eine Anzeige gegen Unbekannt. „Natürlich hat niemand etwas mitbekommen“, erzählt Hansen, schließlich liegt die Stelle mit den Schäden etwas abseits der Wohnbebauung.

So bleibt den Kirchenvertretern nur die bittere Erkenntnis, dass Menschen mit viel Zeit und Energie sich daran gemacht haben, die Platten zu entfernen und die Glasbausteine zu zerstören.

Natürlich wurde alles mittlerweile so gesichert, dass von den betroffenen Stellen keine Unfallgefahr ausgeht. Dennoch ist besonders die Angelegenheit mit den heute im Baugewerbe nicht mehr gebräuchlichen Glasbausteinen sehr ärgerlich.

„Der Austausch wird, falls wir überhaupt passendes Material bekommen, sehr teuer, denn für die filigrane Arbeit an den Steinen werden viele Arbeitsstunden draufgehen“, schätzt Hansen. Es könne auch sein, dass eigens für die Frelenberger Kirche Glasbausteine angefertigt werden müssen, um das Erscheinungsbild zu erhalten.

Auf zwischen 5000 und 10.000 Euro schätzt er die Schadenssumme, viel Geld, das die Kirchengemeinde nun erst einmal aufbringen muss.

Vom Ärger über die mit viel Akribie – so steht vor der Wand aus Glasbausteinen ein Gebüsch, so dass man kaum aus der Entfernung auf die Steine werfen kann – ausgeführten Taten ganz abgesehen, haben die Frelenberger Katholiken noch ein ganz anderes Problem. „Das ist die Wetterseite“, sagt Hansen und wünscht sich, dass die anstehenden Reparaturen vor Beginn der nassen Jahreszeit abgeschlossen werden.

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