Übach-Palenberg - Glanz der Solisten aus dem erstklassigen Orchester

Glanz der Solisten aus dem erstklassigen Orchester

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Restlos ausverkauft und mit ebenso restlos begeisterten Gästen am Ende: So lässt sich das zur schönen Tradition gewachsene Neujahrskonzert im Pädagogischen Zentrum (PZ) von Übach-Palenberg zusammenfassen.

Am Samstag sorgte der Zuhörerandrang trotz angekündigt ungünstiger Wetterlage für ein volles Haus. Martina Waliczek vom Kulturamt der Stadt freute sich darüber, wie sie in ihrer kurzen Begrüßung darlegte. Und noch bevor sie ganz die Treppe der Bühne verlassen hatte, legten die dynamischen Musiker der Jungen Philharmonie Köln ausgesprochen schwungvoll los.

In ein klares, lückenloses und homogenes Klangbild gefasst, eröffneten sie mit der Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus” von Johann Baptist Strauss den wundervollen musikalischen Abend. Und Volker Hartung, bewährter wie beliebter Leiter der Jungen Philharmonie, hatte zwischen den einzelnen Stücken noch ein paar kurze, aber prägnante Worte parat. „Passt zwar nicht, ist aber trotzdem schön”, meinte er angesichts der Winterwetterlage zum Beispiel augenzwinkernd über das zweite Stück, den „Frühlingsstimmenwalzer”, ebenfalls von Strauss.

Meisterliche Soli

Mit einer überragend aufgelegten Natalia Sergeeva, eine Konzertmeisterin als Solistin an der Violine, ging es dann bei den ebenso wechsel- wie temperamentvollen „Zigeunerweisen” für Violine und Orchester von Pablo de Sarasate weiter.

Eine echte Premiere für ihre Gastspiele in Übach-Palenberg hatten die professionellen Musiker aber auch noch parat. Mit Sabine Könner bekam das „Schwipps-Lied” eine erfrischende musikalische wie auch schauspielerische Note. Da waren der Tango „Jalousie” von Jacob Gade und die berühmte „Ungarische Rhapsodie Nr. 2” ein perfekter Anschluss, der die begeisterten Gäste in die Pause geleitete.

Mit Ponchiellis „Tanz der Stunden” meldeten sich die Kölner Klassiker nach der Unterbrechung eindrucksvoll zurück. Und Dmitri Gornowsky wusste als Solist am Cello bei Tschaikowskys „Pezzo capriccioso” für Violoncello und Orchester Schmelz und Dramatik zu einem fesselnden Erlebnis zu verbinden.

Debussy und das „Claire de lune” sorgten für ein wenig Entspannung, ehe Gänsehaut und Druck gleichermaßen beim „Ungarischen Tanz Nr. 5” von Johannes Brahms für Jubel bei den Zuhörern sorgten. Und mit dem glasklaren wie durchdringenden Sopran von Sabine Könner im Ohr, genossen die Gäste auch „Meine Lippen, sie küssen so heiß” aus „Giuditta” von Franz Lehár.

Eigentlich war danach mit der „Schönen blauen Donau” ein schwungvolles Ende des Konzertes angesagt. Doch die Menschen im Saal forderten mehr und bekamen mit dem schmissigen „Radetzkymarsch” und der bestens als Ohrwurm taugenden „Tritsch-Tratsch-Polka” noch zwei erstklassige Zugaben.

Viel mehr Genuss war an diesem winterlichen Abend kaum zu finden. Und so freuten sich die Besucher auf ihrem rutschigen Heimweg schon auf das nächste Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie Köln, die am Abend nach dem städtischen Bürgerempfang am 8. Januar 2011 wieder das PZ füllen soll.
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