Geilenkirchen-Gillrath - Gillrather Kirchturm erstrahlt in neuem Glanz

Gillrather Kirchturm erstrahlt in neuem Glanz

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Architekt Dr. Arno Lennartz und Pfarrer Peter Frisch freuen sich über den Abschluss der Arbeiten

Geilenkirchen-Gillrath. Seit dem Juli des vergangenen Jahres wird der Kirchturm von St. Mariä Namen in Gillrath einer umfangreichen Sanierungsmaßnahme unterzogen. Eigentlich sollten die Bauarbeiten im Spätherbst 2010 abgeschlossen sein, doch zuvor nicht sichtbare Schäden an Schiefereindeckung und Holzverschalung sprengten nicht nur den Zeitrahmen, sondern auch die frühere finanzielle Kalkulation.

Weitere gravierende Mängel führten zu einem nicht geplanten Baustopp mit erheblicher zeitlicher Verzögerung.

Der anfängliche finanzielle Rahmen in Höhe von 296000 Euro konnte nicht gehalten werden. Es entstanden Mehrkosten in Höhe von rund 84000 Euro, so dass sich der Gesamtbetrag für die Sanierungsmaßnahme auf nunmehr 380000 Euro erhöht. Das Bistum Aachen wird 60 Prozent der Kosten übernehmen, den Rest müssen die Gillrather selber tragen. Insgesamt muss die Kirchengemeinde für die Turmsanierung nun etwas mehr als 150000 Euro aus eigenen Mitteln aufbringen, und das trifft die Gemeinde aufgrund der angespannten Finanzlage sehr hart.

Dessen ist sich auch der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Pfarrer Peter Frisch, bewusst. Der Pfarrer und die Kirchengemeinde haben bereits im vergangenen Jahr zu Spenden aufgerufen, weil die Kosten für die Sanierung von Turm und Glockenstuhl nicht aus eigenen Mitteln aufzubringen sind. Zudem wurde eine Generalüberholung der Kirchenorgel dringend notwendig. „Die enorme finanzielle Last in den nächsten Jahren können wir nur gemeinsam tragen”, hatte Peter Frisch in einem Pfarrbrief an die Spendenbereitschaft der Gillrather appelliert.

Mit mehrmonatiger Verspätung geht die Baumaßnahme nun dem Ende zu. In wenigen Tagen kann das die Kirche umgebende Sicherheitsgerüst abgebaut werden. Architekt Dr. Arno Lennartz und Statiker Dipl. Ing. Hubert Wallrafen wie auch Hans-Jürgen Roels vom Bistum Aachen und Pfarrer Peter Frisch schauen voller Optimismus in die Zukunft der 1841 auf den Grundmauern einer bereits 1782 erbauten Kapelle basierenden Pfarrkirche St. Mariä Namen.

Der gotische Kirchturm wurde 1846 errichtet und seitdem mehrfach restauriert. Der Architekt blickt auf die umfangreichen Arbeiten, die seit Juli 2010 erfolgt sind. Dabei handelt es sich um Verpressarbeiten im Mauerwerk, Austausch der Zifferblattziegelsteinkränze, Verankerung des Turmhelms im Mauerwerk, Erneuerung defekter Holzbalken und Naturschiefereindeckung sowie Einbau neuer Schallluken. Jetzt wurden das überarbeitete Kreuz inklusive dem aus Kupfer gefertigten und anschließend vergoldeten Hahn sowie der goldenen Kugel auf die Kirchturmspitze aufgesetzt.

Ein 70-Tonnen-Kran hievte das insgesamt 380 Kilogramm schwere Konstrukt in die Höhe. Die Kugel unterhalb des Kreuzes ist neu, sie war vor der Sanierung nicht vorhanden. Pfarrer Peter Frisch versiegelte zuvor den aus einer Kupferröhre bestehenden „Grundstein”.

Dieses Rohr beinhaltet eine aktuelle Tageszeitung, den Bauplan für den Turm sowie eine Serie Geldmünzen. Nach der Versiegelung wurde das Rohr in eine Einsparung der Kugel gelegt. Hoch über Gillrath zeigt sich der Kirchturm nun wieder in neuem Glanz, und nur das in den nächsten Tagen abzubauende Gerüst erinnert noch an die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen.
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