Gangelt - Gemeinde senkt Müllgebühren um rund ein Viertel

Gemeinde senkt Müllgebühren um rund ein Viertel

Von: Wilfried Rhein
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Gangelt. Der Rat der Gemeinde Gangelt ist den Beschlüssen seiner Fachausschüsse gefolgt und hat, meist einhellig, die vorab intensiv diskutierten Vorhaben beschlossen. Im Kern waren das der Flächenbedarf für die geplante Massentierhaltung, die Satzung für den Ehrenamtspreis sowie ab 2011 geringere Müllgebühren.

Dass diese Aufwendungen „zum ersten Mal in der Gemeinde gesenkt” würden, war Gerhard Löder (UB) am Dienstagabend noch eine Betonung wert. Eine Reduzierung, die sich „überall, auch in der Nachbarschaft, sehen lassen kann”, überschrieb Karl-Heinz Milthaler, Vorsitzender der CDU-Mehrheitsfraktion, den Vorgang, der nach seinen Berechnungen die Müllabfuhr in einem Umfang zwischen rund 21 und 35 Prozent preiswerter macht (s. Info-Kasten).

Legehennenbetrieb umstritten

Grundsätzliche Bedenken mit dem Umgang von Zahlen zum Raumbedarf des bei Nachbarheid vorgesehenen Legehennenbetriebs veranlasste die dreiköpfige Fraktion der Unabhängigen Wähler (UB) zum Nein bei der Abstimmung im Rat. Es gilt nun der Auslegungsbeschluss für diese Änderung des Flächennutzungsplans.

Einstimmigkeit herrschte unter den Ratsmitgliedern wiederum bei der Versorgungslage des Ortskerns von Birgden. Wie in der Ausgabe vom 14. Dezember geschildert, interessiert sich eine Supermarktkette für einen Standort fast gegenüber der Kirche. Umbau und Umnutzung der dort vorhandenen Gebäude sind akzeptiert.

Der Arbeitskreis, der seit Jahresmitte Richtlinien für die Ehrung engagierter Bürger der Gemeinde erarbeitet, hatte vorgeschlagen, aus den in der Verwaltung frei eingehenden Vorschlägen bis zu drei auszuwählen und diese dem Rat vorzustellen. Das Gremium sollte ohne Öffentlichkeit eine Entscheidung treffen, wer in der jeweiligen Dezember-Ratssitzung - erstmals 2011 - ausgezeichnet werde, und zwar mit Urkunde und Präsent im Wert von rund 300 Euro.

Aus Respekt vor dem Ehrenamt werde auch die SPD der Absicht zustimmen, begann Fraktionssprecher Rainer Mansel. Im Vergleich aber mit dem Ehrenamtspass des Landes NRW und den früheren Vorstellungen der SPD zu diesem Thema, die keine Zustimmung fanden, gingen die Richtlinien nicht weit genug. Die Satzung gehöre nachgebessert.

Es gehe schlicht darum, jene Mitbürger zu würdigen, die unentgeltlich und engagiert für die Gemeinde einen Dienst leisten, stellte Günter Dammers (CDU) klar. Das habe eine Bandbreite vom, beispielsweise, Jugendsportbetreuer bis zum Feuerwehrhelfer. Die Ehrenamtskarte NRW habe, ob ihrer Stunden-Leistungsvorgabe, keinen Einfluss auf die Gemeinde.

Bürgermeister Bernhard Tholen beendete die Debatte mit dem Hinweis, keinerlei Basis für Diskriminierungen legen zu wollen. Das Thema bleibe weiter in der Diskussion.

Für ein Kilogramm Bioabfall 13 Cent zu zahlen

Die Müllgebühren ab 2011, wie sie die Verwaltung als Satzungsvorschlag aufgelistet hat:

Grundgebühr für 80 bzw. 120 Liter-Restmüllbehälter 68,90 Euro, für eine „Abfallgemeinschaft” 67,54 Euro, für einen 1100 Liter-Container 120,60 Euro.

Gewichtsgebühr für ein Kilo Restabfall 0,26 Euro, für ein Kilo Bioabfall 0,13 Euro.

Gebührenfrei zwei Wertmarken zu je drei Kubikmeter für Grünschnitt oder Sperrmüll (Alternativ dazu Wertmarken zur Selbstanlieferung). Weitere Marken 20 Euro pro Kubikmeter.

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