Geilenkirchener Schüler besuchen estnische Partnerschule

Von: Angela Schollmeyer
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Geilenkirchen. „Ziemlich beeindruckend” fanden es die Schüler der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Estland. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern haben Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse ihre Partnerschulen im noch tief verschneiten Osten besucht.

„Besonders der Schnee”, so berichten sie, „hat eigentlich unsere ganze Fahrt geprägt.” Bereits seit 1997 besteht die Partnerschaft zwischen Geilenkirchen und dem Ort No, nahe der estnische Stadt Tartu gelegen, und seitdem sind immer wieder Schülergruppen unterwegs gewesen, die sich gegenseitig besucht und näher kennengelernt haben.

Untergebracht wurden die meisten der 49 Fahrtteilnehmer in einem Schülerwohnheim des dortigen Internats, einige jedoch auch in Gastfamilien. Da Estnisch ja nicht gerade zu den Weltsprachen zählt, liefen die Unterhaltungen zum Großteil auf Englisch ab. „Da wird aber auch Deutsch unterrichtet”, erzählt Lara Weiler (17), von daher konnten die estnischen Jugendlichen ein bisschen Deutsch sprechen und verstehen.

Einzelne Wörter ihrer eigenen Sprache haben diese den deutschen Gästen natürlich auch beigebracht. Die estnische Deutschlehrerin fungierte zudem als Fremdenführerin für die Geilenkirchener Reisenden.

Zu einer der gemeinsamen Aktivitäten zählte ein Turnier im Beachvolleyball, das selbstverständlich nicht draußen bei Schnee und Eis stattfinden konnte, sondern in einer Halle ausgetragen wurde, in der selbst die estnischen Weltmeister schon gespielt hatten.

Ebenfalls als Gruppe meisterten sie das „Snowtubing”, was bei Sonnenschein und frostigen Temperaturen allen großen Spaß machte. Zum Programm gehörten außerdem eine zweitägige Städtetour zu Estlands Hauptstadt Tallinn, ein Besuch im Gesundheitsmuseum und die Besichtigung eines Observatoriums. Wichtig waren während der gesamten Unternehmungen der Zusammenhalt der Gruppe und das Miteinander der Jugendlichen verschiedener Nationalitäten.

Blick nach Russland

Auf ihrer Erkundungsreise durch Estland und seinen mancherorts meterhohen Schnee zählte „vor allem die einzigartige Landschaft zu den imposanten, beeindruckenden Dingen”, betonen Clemens Treuling (19) und Johannes Lang (16) immer noch mit Staunen.

Begeistert waren sie von zugefrorenen Seen sowie solchen, von denen aus man bereits bis nach Russland blicken kann - gemeint ist hier der Peipussee, viertgrößter See der Welt. Ebenso fasziniert waren die Reisenden von den dortigen Standards, die sich sehr von denen im verwöhnten Deutschland unterscheiden. Trotzdem gibt es in Estland riesige Einkaufszentren: „Sogar im Dorf sind die wahnsinnig groß”, berichten die Schüler, und es gäbe darin sogar Eislaufhallen.

Abgesehen von ihrem Partnerschaftsbesuch in Estland machte die deutsche Schülergruppe auf ihrer zehntätigen Reise aber auch anderenorts halt und besichtigte in Polen die Städte Danzig und Warschau, dort unter anderem auch das ehemalige Warschauer Ghetto.

Stets begleitet wurden die Schülerinnen, Schüler und Eltern von den Lehrern Josef Küppers und Frau Mahr sowie Schulleiter Klaus Braun, während Uwe Böken von der Heimat aus viele Dinge regelte. Auf der Rückreise kam es allerdings zu einigen Verzögerungen und Pannen, so dass diese von Warschau aus über 20 Stunden dauerte. Ziemlich müde traf die Reisetruppe nach Mitternacht wieder in Geilenkirchen ein, erwartet von Eltern, Geschwistern und Freunden.

Aber während der restlichen Osterferien können sie sich ja alle erholen, bevor die Schule wieder losgeht und die Planungen für die nächste Estlandreise sowie den Gegenbesuch ihrer estnische Freunde in Geilenkirchen beginnen.
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