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Geilenkirchener Kunstwerk bedarf einer Erklärung

Von: g.s.
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Seit Monaten in der Diskussion
Seit Monaten in der Diskussion - das Wurmfenster in Geilenkirchen. Bald soll eine Erklärungstafel den Betrachtern die Geschichte des Flusses erschließen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses der Stadt Geilenkirchen hatten sich mit einem Thema zu beschäftigen, über das in Geilenkirchen seit Monaten vortrefflich diskutiert wird: das Wurmfenster!

Das Bronze-Edelstahl-Werk von Bonifatius Stirnberg spaltet die Geilenkirchener in Befürworter und Gegner. Nun soll am Wurmfenster eine Tafel angebracht werden, die ein paar kurze Erläuterungen zur geschichtlichen Bedeutung des kleinen Flüsschens für die Stadt beinhaltet. Bereits am 28. Juni war das Wurmfenster-Erläuterungsschild auf Antrag der SPD im Bauausschuss thematisiert worden.

In dieser Sitzung hatten die Mitglieder beschlossen, dass die Verwaltung einen Vorschlag ausarbeiten möge, der nun vorgestellt wurde. Die Stadtverwaltung hat dazu einen Text entworfen, der lauten könnte: „WURM Aachen -Heinsberg 57 km. Bis 1802 Grenze zwischen Geilenkirchen und Hünshoven und zwischen dem Bistum Lüttich und dem Erzbistum Köln”.

Vor dem hervorgehobenen Namen „WURM” verdeutlicht das bekannte Fluss-Zeichen, dass hier unter der Brücke ein Fließgewässer dahinplätschert. Tiefbauamtsleiter Hans-Josef Bröhl stellte dem Ausschuss mehrere Varianten einer Erklärungstafel vor, die Preise lagen zwischen 350 und 4000 Euro.

Ausschussvorsitzender Karl-Peter Conrads regte bei dieser Gelegenheit die Änderung in ein drehbares Wurmfenster an, so dass dann auch die nach unten gewandten Glasscheiben geputzt werden könnten.

Barbara Slupik (CDU) schlug vor, dass sich die Stadt einmal auf die Suche nach einem Sponsor für die Erklärungstafel machen sollte. Die CDU lehne eine weitere Finanzierung für das Wurmfenster von Seiten der Stadt ab. Uwe Eggert (SPD) sprach sich vehement für ein Hinweisschild aus. „Das wird das Wurmfenster aufwerten”, so sein Kommentar. Besonders für die Besucher der Stadt, die sich nicht mit der Geschichte Geilenkirchens auskennen, wäre dies von Interesse.

Dr. Stephan Evertz (Grüne) empfahl der Verwaltung, das Ganze weiter zu prüfen und eine preiswerte Lösung aufzuzeigen. Beigeordneter Hans Hausmann strebte Überlegungen an, wie denn „das Ding” geöffnet werden könne, um es zu säubern. Derzeit präsentiere sich das Wurmfenster unansehnlich voller Spinnweben und Tierchen.

Stefan Kassel (FDP) fragte mit einer Schmunzelattacke, ob man beim jetzigen Zustand überhaupt mit einem Schild auf das Wurmfenster hinweisen möchte.

Nach weiteren Diskussionen vertagte der Ausschuss das Thema und beauftragte die Verwaltung, eine preiswerte Lösung zu suchen.
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