Geilenkirchen - Geilenkirchen: Tempo 20 soll Verkehr in der City beruhigen

Geilenkirchen: Tempo 20 soll Verkehr in der City beruhigen

Von: Georg Schmitz
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Das neugestaltete Teilstück der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Theodor-Heuss-Ring und Marktplatz in Geilenkirchen findet bei den meisten Bürgern viel Anklang. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Shared Space”, geteilter Raum, ist vielerorts das favorisierte Konzept für die Gestaltung von Innenstädten. In Anlehnung an den „Shared Space”-Gedanken soll auch das Miteinander der Verkehrsteilnehmer auf dem neu gestalteten Teilstück der Konrad-Adenauer-Straße in Geilenkirchen ablaufen. Hier gibt es keine hohen Bürgersteigkanten mehr.

Gemeinsam nutzen Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger die durch Markierungen oder farbig unterschiedliche Kanten gekennzeichnete Verkehrsfläche, wobei alle aufeinander Rücksicht zu nehmen haben.

Fahrbahn, Parkfläche sowie kombinierter Geh- und Radweg gehen fast fließend ineinander über. Die Neugestaltung findet bei den meisten Geilenkirchener Bürgern viel Anklang. Wie sich in den ersten Tagen nach Freigabe jedoch zeigte, bringen die verkehrlichen Veränderungen einige Probleme mit sich.

Uneinsichtige Autofahrer, besonders Paketdienste und Anlieferer, hielten auf den Gehwegen, um ihre Fracht schnell an den Mann beziehungsweise die Lieferadresse zu bringen. Abgesehen davon, dass dies nicht den Verkehrsregeln entspricht, richtet das Halten auf dem Bürgersteig Schaden am neuen Belag an und hinterlässt unschöne Spuren auf dem hellen Pflastersteinen.

Auch wurden massenhaft Fahrradfahrer gesichtet, die das einladend übersichtliche Areal nutzten, um entgegen der neu eingerichteten Einbahnstraße oder quer über Gehwege und die neuen Parkplätze in die Pedale zu treten. Und dies, obwohl ein eigener Radweg entlang des St.-Ursula-Gymnasiums vorhanden ist.

Auf der Fahrbahn geparkt

Auch Autos parkten schon auf der Fahrbahn, die vom Kreisverkehr kommend als Einfahrt zu den Parkplätzen - die Parkdauer beträgt übrigens eine Stunde - konzipiert wurde.

Um dies zukünftig zu verhindern, hat Ordnungsamtsleiter Armin Kaumanns einen mit den zuständigen Dezernenten abgestimmten Plan: „Hier wird eine "sanfte Möblierung" zur Abgrenzung von Pkw-Fahrbahn und kombiniertem Rad-Fußgängerweg demnächst für Abhilfe sorgen.” Das bedeutet die Anbringung von sicht- und spürbaren Elementen, die eine Trennung hervorheben.

„Rote Zettel” werden verteilt

Das Ignorieren von geltenden Verkehrsvorschriften soll alsbald ein Ende haben, denn die Ordnungsbehörden werden nach einer „Kulanzzeit” einschreiten. Doch bevor Menschen für ihr Fehlverhalten zur Kasse gebeten werden, verteilen die Ordnungshüter seit Mittwoch erst einmal „Rote Zettel” und machen damit Verkehrsteilnehmer auf die neuen Regelungen aufmerksam.

Da ist aktuell zu berichten, dass die gesamte Geilenkirchener Innenstadt seit dem vergangenen Samstag im zentralen Bereich als „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo-20-Zone” ausgewiesen wird.

„Lappen” kann schnell weg sein

Die an der Herzog-Wilhelm-Straße in Höhe Kornmühle, an der Einmündung Haihoverstraße am Kreisverkehr, der Konrad-Adenauer-Straße Höhe Alte Poststraße und Dohmens Eck/Abzweigung Heinsbergerstraße angebrachte Beschilderung wird auf diesen Umstand hinweisen. An die bereits seit zwei Jahren bestehende 30 Stundenkilometer-Regelung in der City hatten sich allerdings nur wenige Verkehrsteilnehmer gehalten.

Bei 20 km/h kann dies schnell teuer werden und den Führerschein kosten. Wer hier mit mehr als 51 km/h erwischt wird, ist in Zukunft seinen „Lappen” los. „Wir wollen nicht sofort draufhauen, sondern in der Anfangsphase erst einmal auf die Neuerungen hinweisen”, beruhigt Ordnungsamtsleiter Armin Kaumanns. Nach der Eingewöhnungsphase werde die Stadt aber darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. Die Stadt appelliert an gegenseitige Rücksichtnahme, die aber ohnehin oberstes Gebot für jeden Verkehrsteilnehmer sein sollte.

Bürgermeister Thomas Fiedler kurzfristiger Vorschlag, eine Probephase „Linksabbieger” von der Kreissparkasse Richtung Theodor-Heuss-Ring einzurichten, wurde bereits am Dienstag in die Tat umgesetzt. „Das kann den Verkehr in der neuen Einbahnstraße ein wenig entzerren”, ist sich Fiedler sicher. Es müsse allerdings beobachtet werden, ob Autofahrer die Einfahrt zu den Parkplätzen als innerstädtische Abkürzung Richtung Bahnübergang nutzen.
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