Geilenkirchen - Geilenkirchen an die Zukunft anschließen

Geilenkirchen an die Zukunft anschließen

Von: Udo Stüßer
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Ein Techniker arbeitet am Glasfasernetz: Auch in Geilenkirchen soll es für superschnelles Internet und hervorragende Bildqualität sorgen. Foto: imago/Hubert Jelinek
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Ein Techniker arbeitet am Glasfasernetz: Auch in Geilenkirchen soll es für superschnelles Internet und hervorragende Bildqualität sorgen. Foto: Stüßer

Geilenkirchen. Eine Welt neuer Möglichkeiten auf allen Gebieten des Arbeitens, Lernens, Kommunizierens und der Unterhaltung eröffnet sich im Kreis Heinsberg mit dem Einbau eines neuen Glasfasernetzes bis zum Jahr 2015. Im Gegensatz zu den heute üblichen Kupferkabeln bietet Glasfaser eine nahezu unbegrenzte Kapazität. Digitale Informationen rasen in Lichtgeschwindigkeit durch die Netze.

 Hochqualitative Bildtelefonate, exzellentes HD Fernsehen und superschnelles Internet sind dann möglich. „Wir freuen uns sehr, dass endlich ein Investor kommt, der den Kreis Heinsberg und damit auch unsere Stadt Geilenkirchen an die Zukunft anschließen wird“, erklärt Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler. „Denn nur mit den Vorteilen des neuen Glasfasernetzes werden Menschen langfristig und gerne in Geilenkirchen wohnen.

Schon in wenigen Jahren werden Wohnhäuser, Büros, Industrie- und Gewerbehallen ohne breitbandigen Internetanschluss nicht mehr zu verkaufen oder zu vermieten sein.“ Insofern trage das Entstehen des neuen Glasfasernetzes auch zum Werterhalt und zur Wertsteigerung in Geilenkirchen bei. Fiedler weiter: „Das Angebot der Deutschen Glasfaser gibt uns die einmalige Chance, Geilenkirchen nachhaltig zukunftssicher zu machen.“

Kritik übt der Bürgermeister an der „zögerlichen Politik der Telekom“: „Darunter haben alle Kommunen im ländlichen Raum, gelitten. Ich weiß, wie drängend das Problem ist. Selbstständige, Unternehmer, Vermieter wollen auch im ländlichen Raum schnelles Internet. Wir waren aber an die Geschwindigkeit der Telekom gebunden.“ Der Ausbau des Glasfasernetzes sei ein spannendes Thema, Wirtschaftsförderung pur und eine große Chance, den Kreis Heinsberg zum schnellsten Internetkreis Deutschlands zu machen.

„Die Deutsche Glasfaser will zunächst 250 Millionen Euro in Deutschland investieren, davon 125 Millionen Euro im Kreis Heinsberg, um hier 115 000 Haushalte ans Netz zu bringen“, erklärt Stephan Scholz, Mitarbeiter im Bauverwaltungsamt der Stadt Geilenkirchen.

Derweil blickt Thomas Fiedler weiter in die Zukunft: Es sind nicht nur die lupenklare Telefonie, die Bildtelefonie, das schnelle Internet und die 36 HD-TV-Sender, die ihn faszinieren: „Später kann auch das Gesundheitssystem davon profitieren. Der Hausarzt kann große Datenmengen, beispielsweise Röntgenbilder, direkt in den Operationssaal schicken.“ Patienten könnten zu Hause Blutdruckmessdaten und Blutfettgehalt ermitteln und über Internet in die Arztpraxis schicken. Fiedler sieht „1000 Möglichkeiten in den Bildungsprogrammen“, schnelles Internet unterstütze interaktiven Unterricht. „Es ist das Medium, auf dem die Zukunftsmusik spielt. Man muss nur wollen“, so Fiedler.

Mindestens 40 Prozent der Haushalte müssen sich in den jeweiligen Ausbaugebieten entscheiden, das neue Glasfasernetz zu nutzen und einen Vertrag mit einem der teilnehmenden Anbieter von Internet, HD TV und Telefonie abzuschließen. Als Provider kommen Flink, NEW und Net Aachen in Frage. In einer ersten Ausbauphase sind Immendorf, Waurichen, Prummern, Beeck und Süggerath vorgesehen. Die Informationsphase der Bürger startet im Februar.

Erklären sich 40 Prozent der Bürger bereit, einen Vertrag abzuschließen, ist in diesem Jahr Baubeginn. Stimmen in den jeweiligen Ausbaugebieten 40 Prozent zu, soll bis 2015 96 Prozent des Geilenkirchener Stadtgebietes mit Glasfaserkabel versehen sein. „Wer schnell mitmacht, erhält die Installation umsonst, wer nachzieht, zahlt 400 Euro“, sagt Fiedler. In den ersten sechs Monaten sei der Vertrag kostenfrei, nach zwei Jahren könne er wieder gekündigt werden. Je nach Vertrag, so Fiedler, beliefen sich die Gebühren für Internet, Telefon und Fernseher auf etwa 50 Euro im Monat.

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