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Geeintes Europa Garant für den Frieden

Von: g.s.
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Abordnungen der militärischen
Abordnungen der militärischen Einrichtungen, der Schützen, der Vereine und der Feuerwehr nahmen an der Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof teil. Rechts im Bild Bürgermeister Thomas Fiedler. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Mit Feierstunden und Mahnwachen gedachten die Menschen in Deutschland aus Anlass des Volkstrauertages am Sonntag der Opfer von Krieg und Gewalt.

Die zentrale Gedenkfeier für Geilenkirchen mit Kranzniederlegung unter Beteiligung des Musikvereins Prummern und des Spielmannszuges Niederheid, der Reservistenkameradschaften Awacs und Geilenkirchen, des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr, der kanadischen Versorgungseinheit Europa, einer Abordnung der Löscheinheit Geilenkirchen der Freiwilligen Feuerwehr, des ATV Geilenkirchen und der drei Schützenbruderschaften der Innenstadt fand die zentrale Gedenkfeier auf dem Geilenkirchener Ehrenfriedhof neben der Pfarrkirche St. Marien statt.

Drei Dutzend Bürger gedachten der durch kriegerische Auseinandersetzungen ums Leben gekommenen Menschen. Bürgermeister Thomas Fiedler erinnerte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), Ortsverband Geilenkirchen, an den Ersten Weltkrieg, der zehn Millionen Tote, und an den Zweiten Weltkrieg, der sogar 55 Millionen Tote gefordert habe.

„Das Erinnern, das Gedenken und das Mahnen ist notwendig, um die Erkenntnis wach zu halten, und an künftige Generationen weiterzugeben, dass Krieg immer unsägliches Leiden schafft und der Ausgang von Krieg immer ein ungewisser ist, der mit dem Leben vieler Menschen und dem Wohlergehen der Völker erkauft wird”, mahnte Fiedler. Der Bürgermeister verwies auf die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die das tiefe Bedürfnis in der Gesellschaft belege, den Toten ein würdiges Andenken zu geben.

Die Schrecken eines Krieges würden lange Schatten werfen, auch auf die Generationen, die den Krieg selbst nicht miterleben mussten. „Mahnung heißt Wachsamkeit gegenüber allem, was Demokratie, Freiheit, Rechtsstaat und Frieden gefährdet”, ergriff Oberst i.G. Jürgen Buchholz in seiner Eigenschaft als Standortältester das Wort. Ein Leben in Frieden und Freiheit sei kein Geschenk und auch nicht naturgegeben.

„Friede und Freiheit müssen erkämpft und verteidigt werden - jeden Tag”, so Buchholz weiter. Friede und Freiheit in Europa gingen Hand in Hand mit der Einheit Europas, mit der europäischen Vereinigung, mit EU und Nato und deren kontinuierlicher Erweiterung, mit der Öffnung Westeuropas nach Osten, mit einer Angleichung der Lebendumstände, mit einer europäischen Rechtsordnung und europäischer Sozialcharta, mit Menschenrechten, mit militärischer Abrüstung und Kooperation und letztlich auch mit einem gemeinsamen Wirtschafts- und Währungssystem. All diese europäischen Errungenschaften stünden derzeit unter Druck, und man müsse aufpassen, dass bei allen objektiv damit verbundenen Problemen nicht das Wesentliche vergessen werde: „Dass dies geeinte Europa der Garant für unseren Frieden und unseren Lebensstandard ist”.

Am Erhalt Europas mitarbeiten

Der Oberst mahnte: „Für uns gilt es, aktiv am Erhalt Europas mitzuarbeiten und denen entgegen zu treten, die leichtfertig die eine oder andere Nation aus diesem gemeinsamen Europa rauswerfen wollen, weil sie ihren eigenen Wohlstand gefährdet sehen.” Das Europa der Nationalisten und Egoisten sei das Europa gewesen, das spätestens alle 40 Jahre einen großen, verheerenden Krieg erlebt habe. Über 66 Jahre Frieden für die meisten Bürger in Europa sei das Ergebnis von Solidarität und gemeinsamer Verantwortung.

Im Beisein von Brigadegeneral Jürgen Beyer legten Abordnungen der Kanadischen Unterstützungseinheit Europa, des Zentrums für Verifikationsaufgaben im Auftrag des Bundesministers der Verteidigung, der Reservistenkameradschaft Awacs sowie der Stadt Geilenkirchen auf dem Ehrenfriedhof Kränze nieder.
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