Geilenkirchen - Gedichte und Songs von und mit Andre Schmidt und Armin Bings

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Gedichte und Songs von und mit Andre Schmidt und Armin Bings

Von: Andrea Schever
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Armin Bings (l.), der aus Geil
Armin Bings (l.), der aus Geilenkirchen-Gillrath stammt, und Andre Schmidt unterhielten ihr Publikum mit amüsanten Texten, Gedichten und Liedern prächtig. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. „Wir wären dann so weit”, hieß es von Armin Bings und Andre Schmidt. Auch für das Publikum war alles bereit, und so konnte es in der Aula des St.-Ursula-Gymnasiums losgehen.

Bei ihrem Abend mit Songs und Texten gab es dann glücklicherweise, wie die zahlreichen Lacher bewiesen, kein Zurück mehr. Im Programm der Anton-Heinen-Volkshochschule war diese Veranstaltung realisiert worden, und die beiden Künstler freuten sich, dass die Aula trotz des verregneten Wetters gut gefüllt war.

In mehr als 20 Beiträgen - bestehend aus selbstgeschriebenen Kurzgeschichten, Gedichte und Songs der beiden Herren - wurden die Zuhörer eingeladen, einen vielleicht etwas anderen Blickwinkel auf ihren Alltag und dessen Pro­bleme zu werfen. „Es geht um Liebe, Abschied und Alltagsbeobachtungen, die sonst unter den Tisch fallen, aber zu viel wert sind, um vergessen zu werden”, fasst der Texter der beiden ihren thematischen Aufriss zusammen.

Das eine Mal ging es in Andre Schmidts Lied „Indie-Rock-Mädchen” um die junge Frau, die wusste, dass es viel zu gut für all die sie anbetenden Jungs war, doch dennoch ihren Spaß in ihrer Rolle fand. Beim „Virtuose der Tomatensoße” ging es darum, dass es diese und jene Sorte von Männern gibt, die alle etwas Tolles können mögen, doch dass allein der Singende hier seine Angebetete mit seinen Kochkünsten überzeugen kann - worauf es doch eigentlich auch ankommt.

Amin Bings Texte klärten auf, dass Hermann Hesse sein Gedicht „Stufen” eigentlich einmal in Bezug zum Putzen geschrieben hatte und dass acht eine überaus schöne Zahl sein kann. Darüber hinaus verhalf der sonst als Logopäde arbeitende Texteschreiber mit einer Anektdote zu seinem Werdegang als Aphoristiker allen anwesenden zu einer neuen Erkenntnis: „Keine Oase ohne Kamele.”

Sonst hauptsächlich in Köln und Umgebung aktiv, war es für den einen der beiden, den gebürtigen Gillrather Armin Bings, eine Art „Heimspiel”. Er selbst machte vor 21 Jahren sein Abitur in St. Ursula. Daher auch der Auftritt dort: Bernward Coers, stellvertretender Schulleiter, hatte seinen ehemaligen Schüler und jetzigen Kleinkünstler auf der Bühne gesehen. Schnell stand der Termin in Zusammenarbeit mit der VHS in den vier Wänden der Schule, die einst für seine Bildung zuständig war. Natürlich kamen noch weitere seiner ehemaligen Lehrer, um ihm und seinen Freund Andre Schmidt zu lauschen.

Andre Schmidt, der das Glück hat, von seinem Tun als Musiker leben zu können, hat ebenfalls eine „schmutzige Verhangenheit auf dem Land” hinter sich, wie er lachend erzählt. Die beiden „Landeier” sollte jedoch erst bis nach Hannover fahren müssen, um sich dort bei einem Workshop kennenzulernen. Das ist drei Jahre her und brachte schon das erste Programm „Aphrodite aus dem Gartenteich” hervor, mit welchem sie jetzt auch in Geilenkirchen gastierten.

Mit der aktuellen Zusammenstellung des „Wir wären dann so weit”-Programms treten die beiden durchweg sporadisch aus, wissen nie genau, wie sie behaupten, wann wo das nächste Mal sein wird. Ob das eine Adventsfeier sein wird oder ein anderer saisonalbedingter Anlass, ließen Armin Bings und Andre Schmidt offen. Für solche Auftritte, so der Alt-Geilenkirchener mit einem Augenzwinkern, sei man als Kleinkünstler durchaus „käuflich”.
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