Gedenken an 137 gefallene Soldaten: Neues Ehrenmal eingeweiht

Von: hama
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Pfarrer Gottfried Graaff und Gerd Schütz weihten das neue Ehrenmal auf dem Friedhof in Gangelt ein. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Das neue Ehrenmal auf dem Friedhof in Schatten der Nikolauskirche in Gangelt hat schon vor seiner Einweihung am Volkstrauertag in weiten Teilen der Bevölkerung großen Anklang gefunden. Vor allem die älteren Bewohner des Ortes empfinden die Schlichtheit als angemessen.

Die Älteren äußerten auch ihren Unmut, dass die Tafel, die ursprünglich einmal auf dem Friedhof an die Toten der beiden großen Kriege erinnerte, später in die Totenhalle integriert wurden. Die war aber meistens geschlossen, und so wurde die Bitte an Ortsvorsteher Gerd Schütz herangetragen, diesen Zustand zu ändern.

Trotz des heftigen Regens fanden sich neben den musizierenden Vereinen, der Feuerwehr und den Schützenbrüdern zahlreiche Gangelter ein, um der kleinen Feier beizuwohnen. Pfarrer Gottfried Graaff sprach davon, dass dies ein „heiliger Moment“ sei und hinterfragte den Sinn und Unsinn der Kriege damals wie heute. Gerd Schütz erinnerte daran, dass wohl keiner der 137 gefallenen Soldaten in seiner Heimaterde bestattet werden konnte.

Umso wichtiger sei es für die Angehörigen, diesen jederzeit zugänglichen Ort zu haben. Schütz bedankte sich bei Gerda Piepers, die ihm eine Mitstreiterin war. Die Innenarchitektin Liesel Smeets plante die Anlage zusammen mit ihrem Mann Harry, dem Gangelter Glaskünstler.

Ohne Sach- und Geldspenden wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Ein großer Dank ging an die Firma Stahlbau Trepels, die Kreissparkasse Heinsberg, die Heinrichs Gruppe, die Kirchengemeinde St. Nikolaus, Majo Schmitz, Dr. Hermann von den Driesch sowie die Gemeinde Gangelt und deren Bauhof-Mitarbeiter René Meuffels und Markus Funken. Rund 24 000 Euro hat das Projekt gekostet. Weitere Spenden sind nötig, um die Summe zu erreichen.

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