Geilenkirchen - Gastronomie soll Wurmauenpark aufwerten

Gastronomie soll Wurmauenpark aufwerten

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. „Roj” ist kurdisch und heißt ins Deutsche übersetzt „Sonne”. Die Sonne strahlt seit Wochen auch auf den Wurmauenpark und hat hier dem neuen „Dönercafé” den Namen gegeben.

Rat und Verwaltung der Stadt machen sich derzeit Gedanken, wie sie den Stadtpark in den Wurmauen aufwerten und attraktiver gestalten können. Es ist ein Teil städtischer Wirtschaftsförderung.

Als erster Schritt war die Installation des Sonnensegels zu sehen, das kürzlich angebracht wurde und nun auf dem Forum etwas Schatten spendet. Seit Ende Mai läuft jetzt mit einer sechsmonatigen Probephase ein Projekt der Stadt, die Akzeptanz eines gastronomischen Betriebes zu testen. Bei türkischem Tee, Kaffee, Döner, Pommes und kühlen Getränken können Passanten am oberen Eingang verweilen. Im Schatten des Rosendachs lässt es sich hier entspannen, und das nutzen zwischenzeitlich viele Menschen.

Schon seit einiger Zeit machte sich die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Geilenkirchen Gedanken, welche Voraussetzungen notwendig sind, um einem Imbissbetrieb den Wurmauenpark schmackhaft zu machen. Dem Team um Bürgermeister Thomas Fiedler sowie den beiden Wirtschaftsförderinnen Susanne Köppl und Stefanie Linkens fand in dem türkischen Ehepaar Nazim und Suheyla Dinc zwei nette Menschen, die bereit waren, einen Schnellimbiss im Park zu betreiben.

Innerhalb von zwei Wochen waren Strom- und Wasseranschlüsse als Grundvoraussetzung verlegt, das Okay des Gesundheitsamtes eingeholt und ein Imbisswagen besorgt. Seitdem gibt es Döner im Park und natürlich jeder Menge Durststiller. „Wenn hier ein Fest ist, wie der Pfingstmarkt oder der Handwerkermarkt, kommen viele Menschen”, erinnert sich Nazim Dinc. In den Wochen seit der Öffnung gingen viele Bratrollen und Grillteller über den Tresen und bei den derzeitigen Temperaturen ist massenhaft Eis gefragt. „Ich würde das gerne ein bisschen größer machen, damit wir auch Pizza und Spaghetti anbieten können”, denkt der Kurde an die Zukunft.

Die Eheleute Dinc kamen vor zwölf Jahren nach Deutschland und leben seitdem in Geilenkirchen. Im Wurmauenpark haben sie viele Freunde gewonnen. Seit Kurzem beaufsichtigt das Ehepaar auch den Toilettencontainer, der vor drei Wochen aufgestellt wurde. „Es ist zunächst ein Versuch, wir warten ab, ob der Betrieb gut angenommen wird”, erläutert Susanne Köppl.

Die Wirtschaftsförderin kann sich gut vorstellen, dass die Gastronomie im Park eine dauerhafte Bleibe findet. Dies wünscht sich auch Bürgermeister Thomas Fiedler. „Wir werden die Familie weiterhin unterstützen”, sagt Fiedler. Dies liege im Interesse der vielen Spaziergänger und Fahrradfahrer und der ganzen Bevölkerung. „Es gefällt uns gut hier, wir möchten weitermachen”, erwidern Nazim und Suheyla Dinc.
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