Gangelter Weggemeinschaft: Andreas Krieg neuer Pfarrer

Von: hama
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Die Gangelter Weggmeinschaft begrüßt Andreas Krieg (Bild) als neuen Pfarrer in ihrem Team. Der gebürtige Bardenberger wuchs in Übach-Palenberg auf, wo auch sein Beschluss reifte, Priester zu werden. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Die Gangelter Weggemeinschaft hat mit Andreas Krieg einen neuen Pfarrer in ihrem Team – wenn auch vermutlich nur für einen begrenzten Zeitraum. Da Pfarrer Gottfried M. Graaff in Zusammenhang mit seinen vielfältigen Aufgaben als Regionaldekan häufig nicht in Gangelt sein kann und Pfarrer Daniel Wenzel weiterhin als Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg tätig ist, wird Pfarrer Krieg in die seelsorgerische Arbeit mit Pastor Rolf Hannig eingebunden.

Andreas Krieg, 1967 in Bardenberg geboren, wuchs in Übach-Palenberg auf, wo er auch auf die prägende Figur traf, die ihn auf dem Weg zum Priesterberuf formte. Pastor Franz-Josef Flötgen in dessen Heimatgemeinde St. Theresia habe ihn schon früh „mit seiner einfachen und menschlichen Art überzeugt“, sagt Andreas Krieg. Er habe den Glauben „mit dem Herzen zu gelebt“ und so einen prägenden Eindruck hinterlassen. „Seine Art mit den Fröhlichen zu lachen und mit den Traurigen zu weinen war der Grund, warum ich Priester werden wollte.“

Bevor es aber ins Priesterseminar ging, schaute Andreas Krieg „in die Welt hinein“, wie er seine vierjährige Zeit bei der Bundeswehr nennt. Das sei der Blick auf das normale Leben gewesen. Die Flötgen-Erfahrung und der gute Draht zum Standortpfarrer Joachim Plattenteich hatten dann letztlich den Ausschlag gegeben, nach Bonn und Tübingen ins Priesterseminar zu gehen.

Im Jahr 1999 wurde Andreas Krieg zum Diakon, im September 2000 in Dom zu Aachen zum Priester geweiht. Es folgten vier Jahre in Nideggen, zweieinhalb Jahre in Grefrath, vier Jahre in Geilenkirchen. Und nach einem kurzen Gastspiel in Erkelenz sind es nun die acht Pfarren der Weggemeinschaft Gangelt, die sich auf die Arbeit mit Pfarrer Krieg freuen können.

In der Hastenrather St.-Josef-Kirche war am Sonntag sogar der Gangelter Musikverein zur Stelle, als Pfarrer Wenzel den neuen Seelsorger vorstellte. Rund anderthalb Stunden später wiederholte sich das in St. Nikolaus. Beide Male konnte sich Pfarrer Krieg über die gut besuchten Gotteshäuser freuen. Das sei heute leider nicht mehr überall der Fall, blickte er zurück. Dieses Glaubenszeugnis aber stärke die Arbeit des Priesters. „Da wird dem Priester etwas zurückgegeben, wenn viele Leute in der Messe dabei sind – da macht es Freude, mit der Gemeinde zu feiern.“

Seine erste Predigt beschäftigte sich im Grunde mit seinem Leitsatz „Bleibt in meiner Liebe“ aus dem Johannes-Evangelium. Er vermittelte darin, dass Christus die Menschen auch und gerade in ihrer Schwachheit liebt. Denn, so gesteht er freimütig, auch er habe hin und wieder Schwierigkeiten „mit dem da oben“ und erfahre gerade dann Gottes Liebe, Fügung und Leitung.

Heimat und Erdung will er nun in Gangelt finden; zur Zeit bewohnt er ein Zimmer im Pfarrhaus und genießt hier das Leben in der christlichen Weggemeinschaft mit Regionaldekan Gottfried Graaff, Pfarrer Rolf Hannig und Pfarrer Daniel Wenzel. „Es ist schön, morgens schon gemeinsam zu beten oder sich mittags beim Essen zu treffen.“

Auch der Wildpark in der Gemeinde soll bald Besuch von Pfarrer Andreas Krieg bekommen. „Da war ich oft mit meinem Opa“, sagt der Geistliche. „Ich bin gespannt, was daraus geworden ist.“

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