Gangelter Badegäste müssen erst am Türsteher vorbei

Von: Robert Baumann
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Alkoholkonsum ist ein Problem, mit dem das Freibad Gangelt zu kämpfen hat. Foto: stock

Gangelt. Alkoholexzesse, Drogen und Prügeleien. Probleme, mit denen das Freibad Gangelt immer wieder zu kämpfen hat – vor allem bei Jugendlichen.

Gerade jetzt während der Freibadsaison scheinen die heißen Temperaturen dem einen oder anderen Besucher ganz schön das Gemüt zu erhitzen. „Viele Leute kommen alkoholisiert ins Bad und werden dann aggressiv. Solche Menschen wollen wir bei uns nicht haben. Die Familien sollen ihre Ruhe haben, und die Kinder müssen beschützt werden“, sagt Schwimmmeister Gerd Weber.

Die Stadt Gangelt kennt das Problem und geht daher auf Nummer sicher. An Tagen mit großem Besucheransturm ist ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz, der schon am Eingang Taschen auf gefährliche Gegenstände wie zum Beispiel Messer kontrolliert und alkoholisierten oder unter Drogen stehenden Besuchern den Eintritt verweigert. Je nach Besucheransturm wird das Sicherheitspersonal aufgestockt. Mindestens aber immer zu Zweit sind die Aufpasser unterwegs und sehen nach dem Rechten.

„Die Besucher sollen das Gefühl haben, im Freibad gut aufgehoben zu sein und dass ihnen nichts passiert. Das Sicherheitspersonal arbeitet präventiv und zeigt Präsenz“, sagt Bernhard Tholen, Bürgermeister von Gangelt. Wenn das Personal vor Ort ist, sei Ruhe. Wenn nicht, gebe es aber schnell wieder Probleme. Dazu zählt neben Alkohol und Drogen auch das Belästigen von Besuchern. „Ohne die Security geht es leider nicht, und wir können keine Sicherheit gewährleisten“, bedauert Tholen. Man könne sich einfach nicht darauf verlassen, dass bei Ärger irgendwann die Polizei käme, sondern man müsse sofort eingreifen und Schlimmeres verhindern.

Dass die Sicherheit aller Freibadgänger keine leichte Aufgabe ist, zeigt schon ein Blick auf die Besucherzahlen. Allein am Sonntag strömten über 3500 Menschen ins Freibad Gangelt. Dazu zählen viele auswärtige Besucher, insbesondere aus den Niederlanden.

Neben dem Sicherheitsdienst verstärkt die Stadt dann auch die Beckenaufsichten. „Irgendwann stoßen wir natürlich an unsere Grenzen“, sagt Bürgermeister Tholen. In diesem Fall müssten weitere Badegäste eben draußen bleiben.

Das Sicherheitspersonal wird solange das Freibadgelände und seine Besucher im Auge behalten, wie es die Besucherzahlen erforderlich machen. Und das kann bei den guten Wetteraussichten noch eine Zeit dauern.

Von der positiven Wirkung des Sicherheitskonzepts ist die Stadt genauso überzeugt wie Schwimmmeister Gerd Weber, der dadurch in seiner Arbeit entlastet wird: „Die Situation hat sich deutlich verbessert, seit die Sicherheitsleute da sind. Die Badegäste sehen jetzt, dass sie sich zu benehmen haben. Und wenn sich jemand überhaupt nicht einsichtig zeigt, wird er eben vor die Tür gesetzt.“

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