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Gangelt: Schulden in diesem Jahr abbauen

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Bisher war die Gemeinde Gangelt Mieter des Baus der Entwicklungsgesellschaft Gangelt (EGG). Jetzt wird der Komplex aus Bauhof und Feuerwehrgerätehaus für 1,17 Millionen Euro gekauft. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Die Schuldenfreiheit der Gemeinde Gangelt Ende 2013 und ein vierstimmiger Lobgesang der Fraktionssprecher bildeten den Rahmen der Verabschiedung des Haushaltes der Gemeinde für das laufende Jahr. 1,3 Millionen Euro Schulden hatte die Gemeinde in der Silvesternacht; wenn die nächsten Raketen in den Himmel steigen, will das Gespann aus Bürgermeister Bernhard Tholen und Kämmerer Gerd Dahlmanns den letzten Cent getilgt haben.

Der Bürgermeister erläuterte dem Rat, dass 17 Millionen Euro an Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit Einnahmen in Höhe von knapp 16,4 Millionen Euro entgegenstehen. Das sind rund 660.000 Euro Unterdeckung. Aus dem Topf für Investitionen werden 4,35 Millionen Euro genommen, 2.379.000 Euro fließen zurück. Ein Saldo von 1.971.000 Euro.

Es werden keine neue Darlehen aufgenommen, die 1,311 Millionen Euro aktuelle Schulden werden getilgt, indem diese aus der Rücklage entnommen werden. So mindert sich nach der Aufrechnung der Erträge und Aufwendungen das Planeigenkapital von 45,5 Millionen Euro rechnerisch um 1,65 Millionen Euro, eine überschaubare Summe, die den Haushalt genehmigungsfähig macht.

Breiten Raum nahm im Tholen-Vortrag die Themen Schlüsselzuweisung und Kreisumlage ein. Deckte die Schlüsselzuweisung im Vorjahr mit 3,5 Millionen Euro 57 Prozent der 6,2 Millionen Euro der Kreisumlage, so sind es 2013 nur noch 48 Prozent.

Der Kreis verlangt insgesamt 6,1 Millionen Euro, das Land zahlt 2,9 Millionen Euro Schlüsselzuweisung.

Uneingeschränktes Lob

Uneingeschränktes Lob erfuhr der Bürgermeister für sein spezielles und das allgemeine Engagement der Gemeinde in Sachen Glasfaser. Alle Orte der Gemeinde haben die 40-Prozent-Hürde genommen und sind beim bald beginnenden Ausbau dabei. Hier investiert die Gemeinde 250.000 Euro. Noch in dieser Woche wird in Hastenrath mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED begonnen; insgesamt kommen für dass gemeindeweite Projekt 600.000 Euro aus der Kasse. Kanalbaumaßnahmen (220.000 Euro), die Restfinanzierung der Gemeindestraße Birgden (1,35 Millionen Euro) und der U3-Umbau des Kindergartens in Stahe (245.000 Euro) sind weitere Projekte.

Über die EGG finanziert und als Mieter auftretend kauft die Gemeinde außerdem den Komplex aus Bauhof und Feuerwehrgerätehaus (1,17 Millionen Euro).

Wie in jedem Jahr waren die Vereine für den Bürgermeister ein besonderer Punkt. „Die Vereine sind das wichtigste, was wir in der Gemeinde habe“, so Tholen. So wird sich an deren breiter Unterstützung nichts ändern.

Dass schuldenfrei nicht gleich sorgenfrei ist, machte Tholen allerdings am Ende seiner Ausführungen auch deutlich: „Die nächsten Jahre werden nicht einfacher, die Gemeinde Gangelt ist aber gut aufgestellt.“ Bericht Seite 19

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