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Gangelt auf der Suche nach dem ganz besonderen Ehrenamtler

Von: hama
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Franz Beckers wäre ein Kandid
Franz Beckers wäre ein Kandidat. Seit fast 40 Jahren nimmt er das Sportabzeichen ab - ehrenamtlich. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Die Gemeinde Gangelt wird in diesem Jahr erstmals den Ehrenamtspreis verleihen, dessen Einrichtung der Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen hat. „Jeder weiß, wie wichtig das Ehrenamt in der heutigen Zeit ist”, so Bürgermeister Bernhard Tholen

Er spricht über die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich auf den unterschiedlichsten Ebenen einbringen und in Vereinen und Institutionen oft der Motor des Ganzen sind.

Leere Kassen

„Und in Zukunft werden diese Menschen immer wichtiger”, so Tholen. Denn mit Blick auf die leeren Kassen und die Probleme, die der eine oder andere Verein in seinem Fortbestand, beziehungsweise in der Rekrutierung von Nachwuchs hat, fokussieren sich viele Dinge auf die ehrenamtlichen Helfer und ihr Engagement. Der Rat der Gemeinde hatte im vergangenen Sommer einen interfraktionellen Arbeitskreis eingesetzt, der die Richtlinien für die Ehrung engagierter Bürger erarbeitet hat.

Gemeinderat entscheidet

Diese Sammlung von Vorgaben sieht nun vor, dass sich eine Gruppe bildet, die aus den bei der Gemeindeverwaltung einzureichenden Personen oder Gruppen bis zu drei Auszeichnungsvorschläge auswählt. Diese Auswahl geht in den Gemeinderat, wo die Mitglieder in geheimer Abstimmung ihr Votum treffen. „Die Auszeichnung soll dann etwas ganz Besonderes für den zu Ehrenden und für die Gemeinde sein”, so Tholen, der den Preis in der Dezember-Sitzung des Rates verleihen möchte.

„Ich hoffe, dass wir einen Preisträger finden, der einstimmig gewählt wird”, meint Bernhard Tholen, der sich allerdings auch gewiss ist, dass es im Bereich der Gemeinde Gangelt mit seinen 19 Ortsteilen und weit über 100 Vereinen und Organisationen „zahlreiche Ehrenamtler gibt, wie sie im Buche stehen!” Die Vorschläge über Personen oder Einrichtungen, die den Ehrenamtspreis bekommen sollen, sind bis zum 30. Juni an die Gemeindeverwaltung in Gangelt zu richten. Wichtig ist, dass die Betreffenden unentgeltlich (abgesehen von Aufwandsentschädigungen) und uneigennützig in besonderem Maße für die Gemeinde oder die Allgemeinheit tätig sind.

Hier scheiden allerdings nach den Richtlinien diejenigen aus, deren Tätigkeit bereits von anderen Einrichtungen gewürdigt werden. Das war ein Punkt, der in der entsprechenden Sitzung von Günter Dammers (CDU) anders gesehen wurde. Er hätte es gerne gesehen, wenn zum Beispiel Feuerwehrleute oder Jugendbetreuer, die auch schon einmal von ihren Verbänden geehrt werden, auch mögliche Kandidaten gewesen wären. Am Ende wurde aber beschlossen, dass die Ehrung sich an Personen richten soll, die eben von keinem Verband getragen werden.
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