Galeriegruppe als „Kunstverein Kraudorf 11” neu formiert

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Künstlerin Anke Lohrer (r.) und Karin Hildebrandt (l.) vom „Kunstverein Kraudorf 11” bereiten die Ausstellung „MuKu IV” vor, die am kommenden Sonntag eröffnet wird.

Geilenkirchen-Kraudorf. Nachdem „MuKu” ein Jahr pausiert und sich im Mai 2011 zurückgemeldet hatte mit der Ausstellung „Schwarzbunt”, auf der zehn einheimische, bekannte Künstler zu sehen waren, wird am Sonntag, 13. November, die Tradition der MuKu-Ausstellungen mit „MuKu, die Vierte” wieder aufgenommen.

Die Ausstellung steht jetzt allerdings nicht mehr im Zeichen der „Galerie 11”, sondern unter der Regie des neu gegründeten „Kunstvereins Kraudorf 11 e. V.”. Zu sehen sind Werke aus den Bereichen Malerei (Yeyun Zhang aus Düsseldorf), Buchkunst/Zeichnung (Anke Lohrer, ebenfalls aus Düsseldorf) sowie Bildhauerei (Karel Cornelis aus Belgien).

Karel Cornelis arbeitet bei seinen Skulpturen vor allem in Glas, Metall, Holz, aber auch in Ton. In der Ausstellung zeigt er zahlreiche, sowohl große als auch kleine, durch ihre Lichtbrechung faszinierende Objekte aus Glas und Metall. Bis in das Jahr 2000 war Karel Cornelis neben seiner künstlerischen Arbeit als Architekt tätig, bevor er sich der Bildhauerei und Objektkunst verschrieb. Er bestritt zahlreiche Ausstellungen, realisierte Arbeiten für öffentliche Einrichtungen in Belgien und Frankreich. Seine Werke finden sich in Sammlungen und Museen in Belgien, Frankreich, Holland, in der Schweiz und in Deutschland.

Anke Lohrer absolvierte ihre Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Ecole Supérieure dArt de Grenoble. Sie sagt von sich: „Seit vielen Jahren sind die Zeichnung und das Künstlerbuch Schwerpunkt meiner Arbeit. Dabei sind aber auch Videoinstallationen und großformatige Malerei auf Leinwand entstanden.” Ihre Arbeiten spiegeln häufig, wie sie formuliert, „den Eintritt in einen künstlerischen Dialog” mit Persönlichkeiten aus Kunst und Literatur wieder, mit denen sie sich verbunden und von denen sie sich gleichzeitig herausgefordert fühlt.

In der Ausstellung „MuKu IV” zeigt sie Buchinstallationen mit entsprechenden Künstlerbüchern sowie Buchzeichnungen zu einem neuen „Playground” genannten Künstlerbuch, das von Objekten einer historischen Spielzeugsammlung inspiriert wurde. Daneben gibt sie eine kleine Überblicksschau zu weiteren Kunstbüchern wie Book of Fear und Alphaville.

Yeyun Zhang trafen Karin Hildebrandt und Wolfgang Morawe vom „Kunsterverein Kraudorf 11” wie auch Anke Lohrer beim Rundgang „Offene Ateliers” in Düsseldorf. Zhangs Bilder gefielen beiden auf Anhieb. Ursprünglich von der gegenständlichen Malerei herkommend, wendete er sich ab 2005 der abstrakten Malerei zu. Yeyun Zhang wurde 1946 in Anji/Zhejing geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Kunsthochschule Hangzhou. 1965 bis 1967 war er Dozent in Hangzhou, Ab 1971 bis 1978 wurde unter der sogenannten Kulturrevolution verfolgt. Anschließend arbeitet er als Designer für das Fernsehen Shanghai.

Yeyun Zhang erhielt diverse Preise in China und Japan. 1990 übersiedelte er nach Deutschland und studierte Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. 2000 wurde er eingebürgert. Die in der Ausstellung gezeigten Bilder beeindrucken durch die Farbgebung, deren suggestive Wirkung den Zuschauer einladen, sich mit seinen Gefühlen auf unbekanntes Terrain einzulassen.

Die Kunstausstellung „MuKu, die Vierte” wird am Sonntag, 13. November, um 11.30 Uhr in Kraudorf 11 in Geilenkirchen eröffnet. Zur Vernissage spielt Dr. Burkhart Ollertz auf der Flöte. Die Ausstellung kann bis zum 27. November freitags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden oder nach Vereinbarung unter Tel. 02453/2474.
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