Übach-Palenberg - Frühjahrsputz: Was macht eine Toilettenschüssel in der Natur?

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Frühjahrsputz: Was macht eine Toilettenschüssel in der Natur?

Von: defi
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Am Technischen Betrieb trafen sich die Teilnehmer des Übach-Palenberger Frühjahrsputzes, um von dort zu den Einsatzorten im Stadtgebiet auszuschwärmen. Foto: Thomas Schröder
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Im Naherholungsgebiet gingen die Teilnehmer des Kick-Offs zur Aktionswoche „Frühjahrsputz“ auf die Suche nach dem wilden Müll. Foto: defi

Übach-Palenberg. Vier Kubikmeter wilder Müll wurden bereits beim Kick-Off der Übach-Palenberger Aktionswoche „Frühjahrsputz in unserer Stadt“ gesammelt. Anders als in den vergangenen Jahren findet die Müllsammelaktion der Stadt Übach-Palenberger in diesem Jahr nicht an einem Tag statt, sondern über eine Woche hinweg haben die Bürger der Stadt die Möglichkeit, sich am Frühjahrsputz zu beteiligen.

Jeder, der sage „Jawohl, wir wollen eine schöne, saubere Stadt haben“ sei aufgefordert, sich an der Aktionswoche „Frühjahrsputz in unserer Stadt“ zu beteiligen, meinte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch zum Start der Aktionswoche.

Angesichts der schon am ersten Aktionstag gesammelten Müllmenge, die vom Technischen Betrieb der Stadt Übach-Palenberg nun gezielt entsorgt werden kann, befand der Bürgermeister: „Das war eine erfolgreiche Sache.“ Den Erfolg haben Übach-Palenberger Bürger eingefahren, die an elf Stationen wilden Müll eingesammelt hatten.

So richtig erklären konnte sich keiner der Teilnehmer, wer eine alte Toilettenschüssel, Farbeimer, einen kaputten Fernseher und zur Krönung des Unfugs auch noch eine Waschmaschine, die im Mariental gefunden wurde, einfach in das Lebensumfeld der Bewohner Übach-Palenbergs schmeißt. „Dabei haben wir doch ein optimiertes Müllsammelsystem“, meinte Jungnitsch und verwies auf die Abholmöglichkeiten, die keine zusätzlichen Kosten erzeugen.

Immerhin, in diesem Jahr fiel bislang etwas weniger wilder Müll an als im Vorjahr. Udo Langendorf, Leiter des Technischen Betriebes, war daher durchaus zufrieden: „Ich freue mich wirklich, dass es weniger geworden ist. Wir haben ja jeden Tag mit dem wilden Müll zu tun.“

Viele Kinder helfen mit

Bürgermeister Jungnitsch freute sich besonders darüber, dass auch viele Kinder an der Auftaktaktion teilnahmen. Die Grundschule Boscheln war mit 190 Kindern im Einsatz. Die Gemeinschaftshauptschule ging mit 35 Schülern auf Müllsuche. Jungnitsch: „Es ist schön, dass die Kinder schon von frühester Jugend an dabei sind.“ Und Udo Langendorf stellte fest, dass die Aktion schon dadurch ein Erfolg sei, dass sie schon die Kinder für das Thema wilder Müll sensibilisiere.

Der Technische Betrieb hat die Federführung bei der Aktionswoche „Frühjahrsputz in unserer Stadt“. Die Mitarbeiter sind mit Fahrzeugen im Einsatz, um den gesammelten Müll abzutransportieren und setzten beim Kick-Off auch einen Allradschlepper ein, der den Müll von der Halde am Einkaufszentrum abtransportierte. Neben den Schulkindern, die auf Müllsuche gingen, hatten sich 60 Teilnehmer aus Rat und Verwaltung der Stadt Übach-Palenberg am Technischen Betrieb getroffen und waren von dort zu den Einsatzsorten im Stadtgebiet ausgeschwärmt.

Die Scherpenseeler Schützen hatte bereits vor dem offiziellen „Frühjahrsputz“ ihren Ortsteil sauber „geputzt“. Die Grundschule Frelenberg wird sich im Rahmen der Aktionswoche ebenfalls noch auf die Müll-Jagd begeben. Wie Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch erklärte, wolle die Stadt mit der erstmalig durchgeführten Aktionswoche anstelle des eintägigen Frühjahrsputzes möglichst vielen Bürgern, Vereinen oder Unternehmen die Möglichkeiten bieten, ihre Stadt frühjahrstauglich zu gestalten.

Ein einzelner Bürger hatte sich beispielsweise auf den Weg gemacht, den wilden Müll in Siepenbusch zu verringern. Bürger, die sich noch an der Aktion „Frühjahrsputz in unserer Stadt“ beteiligen wollen, können sich im Technischen Betrieb bei Helga Debois unter h.debois@uebach-palenberg.de oder unter Telefon 02451/9797012 melden.

 

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