Gangelt - Friedhof nimmt Ehrenmal samt den Gedenktafeln auf

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Friedhof nimmt Ehrenmal samt den Gedenktafeln auf

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Gangelt. Es ist ein Wunsch vieler älterer Gangelter Bürger, mit dem sich Ortsvorsteher Gerd Schütz seit geraumer Zeit beschäftigt und dessen Erfüllung jetzt in greifbare Nähe rückt. Das Ehrenmal, in den 1930er Jahren nach als Kriegerdenkmal am Freihof errichtet und später in die Leichenhalle des Friedhofes integriert, soll einen neuen Platz bekommen.

Die Leichenhalle ist meistens abgeschlossen und somit nicht zugänglich. Nachdem Fachleute Gerd Schütz dringend davon abgeraten hatten, die in Sandstein gefassten Gedenktafeln auszubauen, ging er gemeinsam mit Gerda Piepers daran, etwas grundlegend Neues zu schaffen.

Die Gemeinde Gangelt hat dafür ein Areal um das große Holzkreuz auf dem Gangelter Friedhof für ein neues Ehrenmal zur Verfügung gestellt. „Somit ginge der lang gehegte Wunsch in Erfüllung, dass das Ehrenmal jederzeit offen zugänglich ist“, sieht Gerd Schütz die positive Entwicklung. „Wir haben auch schon einiges an Spendengelder gesammelt, doch es reicht noch nicht“, geht die Bitte an weitere Sponsoren für dieses Projekt (Spendenkonto der Gemeinde Gangelt, Konto 3000155 Bankleitzahl: 31251220, Kreissparkasse Heinsberg, Verwendungszweck „Ehrenmal“).

Der Entwurf des Ehrenmals wurde von Harry und Liesel Smeets erstellt. Auf neun Natursteinen, die jeweils auf Stelen ruhen, sollen in Bronze die 139 Namen der gefallenen Gangelter in 1800 Buchstaben zu lesen sein. Schon einmal hat das Ehrenmal einen Umzug erlebt, der allerdings von Teilen der Bevölkerung nicht so erfreut aufgenommen wurde. 1974, im Rahmen der Sanierungs- und Neugestaltungspläne im Ortskern, wurde auch der Freihof umgestaltet. Dabei musste das im Jahr 1932 mit überwiegend privaten Spenden errichtete Kriegerdenkmal weichen.

Die Gangelter Chronik weist aus, dass viele Bürger „befremdet bis erbost“ ob dieser wenig taktvollen Maßnahme reagierten. Hinzu kam, dass der neue Standort in der Leichenhalle als „nicht befriedigende Alternative“ zu diesem Ehrenmal angesehen wurde. Nahe der Stelle des Ehrenmals ragt seitdem auf einem Podest mit dem „flandrischen Löwe“, das Wappentier Gangelts und seiner früheren Herrschaften, Heinsberg und Jülich, in den Himmel, dessen Gesicht sich gegen Osten wendet.

Beim Abbruch des Ehrenmals wurde ein wertvolles, altes, geschmiedetes Kirchturmkreuz aus dem 14. Jahrhundert geborgen. Es fand einen gebührenden Platz in der Kirche.

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