Frelenberger Lesetage: Auch der Bürgermeister trägt ein Märchen vor

Von: mabie
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Übach-Palenbergs Bürgermeist
Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch las beim „Promi-Lesen” zum Abschluss der Lesweoche „Lese/eseL” an der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Frelenberg aus seinem Lieblingsmärchen „Der kleine Häwelmann” vor. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Es dürften rund 300 Meter Luftlinie sein, die das Gebäude der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Frelenberg vom Wahrzeichen des Ortsteils von Übach-Palenberg trennen. Was lag für die Organisatoren der Lesewoche und des abschließenden Tages der Offenen Tür also näher, ihre Beiträge zur kreisweiten Lesewoche mit den „Ersten Frelenberger Lese/eseL Tagen” zu überschreiben?

Doch während der Sage nach der Frelenberger Esel dem ihm vom Gemeinderat aufgeladenen Sack schnell an der ersten Steigung abwarf, wo dann die Kirche gebaut wurde, verspürten die Kinder der Grundschule an der Annabergstraße wesentlich mehr Lust, ihre Gäste zu unterhalten. Doch zunächst waren sie selbst an der Reihe. Aufgeteilt in Gruppen von jeweils einem Dutzend Schülern, konnten die Kinder den Lesestoff selbst auswählen.

Und das war gar nicht so einfach, stand doch beispielsweise eine Aktion zur „Woche voller Samstage” an, wo die Hauptfiguren selbst gestaltet wurden. „Pippi Langstrumpf” hingegen lud zum Singen, Rappen, Malen und Rätseln ein, während die „Briefe von Felix” dazu animierten, nicht nur die Welt kennenzulernen, sondern auch Briefmarken zu gestalten und selbst Briefe zu schreiben. Beim abschließenden Tag der Offenen Tür schließlich kannte das Angebot kaum noch Grenzen.

Von einer geschickt angelegten „Mutprobe”, die beispielsweise bei verbundenen Augen per Wollfäden ein Netz aus Spinnweben vorgaukelte, vielen Bastelaktionen, einem Hörspiel und Gewinnmöglichkeiten, reichte die Palette bis zu Hut-Modenschau, Fotoaktion und Lese-Rallye. Und beim beliebten „Promi-Vorlesen” durfte Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch auch einmal seine Qualität als „Märchenonkel” unter Beweis stellen. Er las aus einem kleinen, alten, bekritzelten und sehr abgegriffenen Heft, das er selbst als Kind schon gerne las, das eher unbekannte Märchen „Der kleine Häwelmann” von Theodor Storm.

Der Häwelmann ist darin ein kleiner, frecher und überaus ungeduldiger Bursche, der einfach nicht schlafen will. Seine Mutter versucht alles, damit die Äuglein des Jungen sich des Nachts schließen. Doch der Häwelmann bleibt munter, baut sich aus seinem Nachthemd ein Segel und rollt mit dem Rollenbett im Zimmer umher. Auf seiner Reise auf einem Mondstrahl kommt er in die schlafende Stadt, streift durch den nächtlichen Wald und fährt schließlich mitten durch die Sterne, bis es dem Mond zuviel wird, und auch er das Licht der Sterne löscht, damit der Himmel schlafen kann.

Die Kinder waren begeistert von der Geschichte, und auch die Erwachsenen hörten aufmerksam zu, schließlich kommen sie nicht alle Tage in den Genuss eines Bürgermeister-Märchens.
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