Geilenkirchen-Süggerath - Frauengemeinschaft Süggerath: Riesen-Spaß ohne Schnickschnack

Frauengemeinschaft Süggerath: Riesen-Spaß ohne Schnickschnack

Von: g.s.
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Während der Süggerather Frauensitzung wurde zwischendurch immer mal wieder eine Schunkelpause eingelegt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Süggerath. Die Fünfte Jahreszeit nimmt auch in Süggerath ihren Lauf. Ein Abbild echten Karnevals war die Frauensitzung der Frauengemeinschaft „Heilig Kreuz“ Süggerath am Wochenende. Die „Weibsbilder“ zeigen seit 1972 den Kerlen, wie man mit eigenen Kräften und einer gehörigen Portion Humor das närrische Volk im Saal Speuser zu stehenden Ovationen verleiten kann.

Die Frauen waren nicht ganz unter sich, denn im Gegensatz zur Damensitzung der „Spätlese“ sind hier auch Männer erlaubt, ja sogar ausdrücklich erwünscht.

Allerdings blieb die Zahl der Besucher überschaubar, ein paar Dutzend Menschen mehr hätten der Frauensitzung gut zu Gesicht gestanden. Als Käthe Gruber, die Vorsitzende der Frauengemeinschaft, zum Einmarsch blies, bahnten sich die aktiven Karnevalisten der Süggerather „Spätlese“ nebst Tanzgruppen den Weg durch das närrische Frauenvolk.

Die befreundete „Spätlese“ liefert alljährlich einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Gestaltung des Programms. Auf der Bühne angekommen, bedankten sich Käthe Gruber und „Spätlese“–Moderator Holger Koch für den freundlichen Empfang und stellten den Verein und das amtierende Prinzenpaar Norman I. und Heike II. vor.

Nach den ersten „Alaaf-Rufen“ war alsbald Schunkeln angesagt und Stimmungswellen brandeten durch den Saal. Mit den sieben jüngsten Mädels um Roger als „Hahn im Korb“ machten die „Zaubersterne“ den tänzerischen Anfang. Nun trat Käthe Gruber als vom Arbeitsamt vermittelte Klofrau höchstpersönlich in Aktion und hatte die Lacher auf ihrer Seite. „Bei mir gibt es Einheitspreise für 50 Cent“, ließ sie das Publikum wissen. Ob edle Damen oder Herren, alle Menschen seien bei ihr gleich und bräuchten Klopapier.

Paragraf 1 der Toilettenordnung besage zudem, dass die Klofrau immer Recht habe. Die „Spätlese“ freut sich, dass nach jahrelanger Abstinenz mit Celine Mertens wieder ein Solomariechen den Verein repräsentiert. Celine zeigte den Zuschauern, was sie drauf hat und erhielt dafür viel Applaus. Im Laufe der Frauensitzung stellten sich mit der Großen Garde, den Showtanzgruppen „Young Generation“, „Süggerather Angels“ und „Starlets“ auch die drei weiteren Formationen der Spätlese vor. Daneben bereicherte die Tanzgruppe „Plattfööss“ aus Waurichen das abendliche Ereignis.

„Ich hab das mit dem ,One Night Stand‘ mal ausprobiert – aber ich kann im Stehen nicht schlafen“, erzählte Hilde Wollenweber, die zusammen mit Rita Schieffer als Blondine auftrat. Was die Frauen im Laufe des Abends boten, strapazierte die Lachmuskeln arg und stand feinstem Kabarett in nichts nach. Auch Linda Hansen und Annika Schmitz drückten als „Threschen und Gretchen“ mit typischem Dorfklatsch über das Leben im Allgemeinen und Schönheit im Besonderen den Vorgängerinnen auf die Lachmuskeln der Zuhörer.

Ländliche Probleme aufgegriffen

Im Laufe der Veranstaltung griffen die agierenden Frauen viele ländliche Probleme auf, und die Besucher konnten sich schnell mit dem Gedanken anfreunden, einiges von dem auf der Bühne Inszenierten schon mal erlebt zu haben. Das Lied vom Weihbischof, die familiäre Unterhaltung von Gerda Glomb und Käthe Gruber, der Blick in einen „medizinischen Supermarkt“, die Gesangseinlagen von Simon Schieffer und den „Singenden Adjutanten“ Michael Rohe und Bernd Reuschen fanden ebenfalls viel Anklang bei den Narren im Saal Speuser. Am Schluss waren sich alle einig: Das war echter Karneval, auch ohne Stars und teuren Schnickschnack.

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