Übach-Palenberg - Französischer Praktikant ist sogar firm im Fachchinesisch

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Französischer Praktikant ist sogar firm im Fachchinesisch

Von: mabie
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Waltraud Hennig von der Person
Waltraud Hennig von der Personalabteilung, Ausbildungsleiter Thomas Kalitzki, Klaus Striebinger vom Partnerschaftskomitee Geilenkirchen-Quimperlé und Ansprechpartnerin Marlies Hoffmann (hinten, v.l.) unterstützten den französischen Praktikanten Morgan Le Roux bei seiner Arbeit in der Firma Oerlikon Schlafhorst. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Auf die Frage, welche deutschen Dichter er in seinen Schulprüfungen durchgenommen hat, weiß Morgan le Roux aus dem französischen Quimperlé keine schnelle Antwort.

Doch wie es auf Deutsch funktioniert, Angebote zu ändern, Fracht zu berechnen oder auch Zahlungsbedingungen auszuhandeln, das weiß der 19-Jährige sofort. Kein Wunder, schließlich hat er gerade ein zweimonatiges Praktikum bei der in Übach-Palenberg ansässigen Firma Oerlikon Schlafhorst absolviert. Dorthin kam er über den stellvertretenden Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Geilenkirchen-Quimperlé, Klaus Striebinger.

Der umtriebige Geilenkirchener, der ehrenamtlich stark in dem seit 1961 bestehenden Austausch mit den Bretonen engagiert ist, schaffte für seinen französischen Schützling einen Platz in seiner Firma. Dort, so ergänzt Ausbildungsleiter Thomas Kalitzki, sind seit jeher Schüler und Praktikanten immer sehr willkommen.

„Wir haben hier beispielsweise öfter Austauschstudenten aus dem Ausland”, weiß Kalitzki, „aber das Besondere war dieses Mal, in einem Bereich, wo sonst Technik und Ingenieurwesen Vorrang haben, jemanden in Sachen internationalem Handel aufzunehmen”. Das passte, denn Morgan studiert eben jenes Fach am Gymnasium „Notre Dame de la Paix” in Ploemeur. „Ich fand es toll, einmal das Umfeld der Geschichte einer großen Firma zu entdecken”, erklärt er in fast akzentfreiem Deutsch.

Auch die Sprache war ein wichtiger Punkt für den Franzosen, in Übach-Palenberg das Praktikum zu absolvieren. „Schließlich gibt es große Unterschiede in den Fachsprachen”, so Thomas Kalitzki. Und Kollege Striebinger ergänzt, dass es sogar eine andere Tastatur an französischen Rechnern gebe. Das Praktikum und die Arbeit im Bürobereich des Unternehmens an der Carlstraße war aber nur ein Teil der Erfahrungen, die Morgan Le Roux im westlichsten Teil Deutschlands machte.

So wohnte er während seiner Zeit bei Klaus Striebinger in Geilenkirchen, wo er sich sehr wohl fühlte. Und auch die Kollegen, vor allem der jüngere weibliche Teil der Belegschaft, wie alle Praktikumsorganisatoren einhellig bestätigten, kümmerten sich sofort um den jungen Franzosen mit dem dunklen Haar. Den netten Empfang hatte er zwar schon bei seinem ersten Aufenthalt in unserer Region gehabt, als er als Kellner im Sportpark Loherhof in Geilenkirchen arbeitete.

„Doch dieses Mal war es auch schwierig, reinzukommen, weil es neue Wörter gab und es neu für mich war, in einer so großen Firma zu arbeiten”, schloss Morgan. Dennoch waren alle zufrieden mit ihrem „frischen Franzosen”, so dass der sich auf ein gutes Praktikumszeugnis freuen kann. Zuhause soll er übrigens die ehrenamtliche Arbeit im Partnerschaftskomitee unterstützen.
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