Gangelt-Birgden - „Fotografiken“: Fotos mit PC in eine schrille Farbe tauchen

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„Fotografiken“: Fotos mit PC in eine schrille Farbe tauchen

Von: hama
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Hier noch die Gangelter Nikolauskirche in der Realität. Das reicht Walter Scheufen aber nicht – er treibt die Farbigkeit über die natürlichen Grenzen hinaus. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Birgden. Jeder kennt die Motive aus Gangelt, die der Birgdener Fotograf Walter Scheufen am 2.Dezember im Rathaus ausstellen wird. Doch sind das Fotos? Sieht doch eher aus wie Gemälde – oder? „Fotografiken“ nennt er die 30 Werke im Format 50x70 cm. Fotos, die wie impressionistische Bilder aussehen, lassen den Betrachter einen ganz anderen Blick auf Gangelt werfen.

Ob Sehenswürdigkeiten oder stille Ecken, alles ist bekannt. Doch so hat man das noch nie gesehen. Nach seinen beiden letzten Ausstellungen „Explosion der Farben“ in Wassenberg und Geilenkirchen beschäftigte sich Walter Scheufen intensiver mit den grafischen Gestaltungsmöglichkeiten der digitalen Fotografie. Reine, plakative Farbigkeit ist es, was Walter Scheufen mit den Bildern seiner aktuellen Fotoarbeiten zeigen will. Walter Scheufen, Lehrer an der Geilenkirchener Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, kam vor über 40 Jahren mit der Fotografie in Berührung. Vom Autodidakten arbeitete er sich zum Leiter von Fotokursen und freien Mitarbeiter namhafter Firmen rund um die Fotografie hoch.

Unter anderem wurde Scheufen zweifacher Gold-, dreifacher Silber- und zigfacher Bronzemedaillengewinner beim Blende-Wettbewerb unseres Verlages in den 80-er und 90-er Jahren. Oft waren es Schwarz-weiß-Motive, die, nach erfolgreicher Aufnahme, in der Dunkelkammer zu Siegerbildern gemacht wurden. In der Dunkelkammer war er ein Meister. Heute ist die Bildbearbeitung am PC das, was früher das Arbeiten unter Rotlicht war. Viele Jahre stand er der Digitalfotografie skeptisch gegenüber. Er schuf über Filme und gekonnter Arbeit in der Dunkelkammer Werke, denen die digitalen Dateien der Anfangsjahre nicht im Ansatz gerecht wurden. Irgendwann kam aber der „Praxisschock“.

Es gab Topqualität und plötzlich die Möglichkeit, ganz einfach selbst in die Grundstrukturen eines Bildes einzugreifen. „Man konnte am PC in Sekunden Effekte erzielen, für die man früher stundenlang arbeiten musste!“ Früher hat er in VHS-Kursen sein Wissen gerne an die Schüler weitergegeben. Heute hält er das Wissen um die Technik, die zu den „gemalten“ Bildern führen, für sich. Aber auch ohne es zu „wissen“, sind die Scheufen-Bilder ein interessanter Blick auf das, was heute möglich ist.

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