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Flötentöne zum Empfang des Rauschebarts

Von: Georg Schmitz
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Mit dem Nikolaus im Hintergrun
Mit dem Nikolaus im Hintergrund bringen Zhu Xiaodan (r.) und Yu Ran in Form eines chinesischen Liedes ein Stück ihrer Heimat mit nach Geilenkirchen. Der Mann mit dem Rauschebart war andererseits auch Motiv zahlloser Fotos der chinesischen Gäste. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das Freshman-Institute im Loherhof Geilenkirchen hatte vor zwei Monaten 280 junge Menschen im Alter von 17 bis 21 Jahren nach erfolgreichem Abschluss der ersten Stufe ihres vierjährigen Studiums in Deutschland verabschiedet. Jetzt wurden neue Studierende offiziell begrüßt - und das sehr passend zur Nikolauszeit.

Zwischenzeitlich hatten die Frauen und Männer des Jahrganges 2010 in die internationalen Studiengänge an verschiedene Hochschulen und Universitäten gewechselt. Vor wenigen Wochen nahmen 320 Studenten vornehmlich aus China - aber auch aus Vietnam, Indonesien, Indien, Ghana, Kamerun, El Salvador dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten - ihr „Freshman Jahr” in Angriff.

An zwei Wohnorten

Die Studentinnen und Studenten der Fachhochschulen Aachen und Jülich teilen sich auf die beiden Standorte Geilenkirchen und Linnich auf, wobei der überwiegende Teil im Loherhof wohnt und die anderen in der ehemaligen Polizeischule Linnich untergebracht sind. Während des ersten Jahres in Deutschland wird der Unterricht entweder in Deutsch oder auch bilingual mit Englisch vom „Freshman Institut” gehalten. Fast alle Chinesen kommen ohne jegliche Deutschkenntnisse in die Bundesrepublik, sind aber nach einem Jahr erstaunlich fit in der ihnen anfangs noch unbekannten Sprache.

In einer auf Internationalität ausgerichteten Stadt wie Geilenkirchen fallen die Chinesen kaum noch auf. Sie nehmen während ihres Deutsch-, Mathematik-, Physik- und Chemie-Studiums am deutschen Alltagsleben teil und nutzen die kulturellen und sportlichen Einrichtungen der Stadt. Auch in den Einkaufszentren sind die jungen Studenten in ihrer Freizeit regelmäßig anzutreffen.

Der Leiter der Fachhochschule Jülich, Professor Hermann-Josef Buchkremer, und Koordinatorin Maria Schmidt von der FH Aachen hießen aus Anlass einer offiziellen Begrüßungsstunde die in Geilenkirchen wohnenden 180 Freshmen-Studenten willkommen. Am Nikolaustag machten die deutschen Gastgeber die jungen Menschen aus Fernost mit dem deutschen Brauch vom „Heiligen Mann” vertraut. „Ich denke, niemand von Ihnen hat zuvor jemals einen Nikolaus gesehen”, meinte Maria Schmidt. „Ich bin aber nicht der Santa Clause”, stellte Hermann-Josef Buchkremer sofort klar, als er die Bühne betrat. Er erzählte von seinem Besuch in Demre/Türkei eine Woche zuvor. Im früheren Myra werde der Ursprung des Nikolaus-Brauches gesehen, denn hier verrichtete Nikolaus seinen Dienst als Bischof.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Leonhard Kuhn sowie Prof. Dr. Gerd Wassenberg hießen die „Freshmen” in Geilenkirchen willkommen. Mit weihnachtlichem Gesang vermittelte Gerhard Schulz den Gästen einen Eindruck von deutschem Liedgut, bevor er später auch zum Akkordeon griff.

Foto für die Familie

Und dann kam der „Nikolaus”, in voller Montur und mit Rauschebart. Schnell griffen die chinesischen Studenten zum Fotoapparat und hielten das für sie seltene Ereignis für ihre Familien fest. Einige Studenten beteiligten sich aktiv an der Feier, mit Pianospiel oder mit Querflöte.

Viel Stimmung kam zudem auf beim Gesang und Gitarrenspiel von Zhu Xiaodan und Yu Ran. Die beiden jungen Frauen brachten mit einem chinesischen Beitrag ein Stück ihrer Heimat nach Geilenkirchen.
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