Fliegende Späne und staunende Mädchen

Von: mabie
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Sachte und mit der richtigen Arbeitsbekleidung führte Ausbildungsleiter Viktor Haas von der Firma „Neuman & Esser” die Mitarbeiterinnen einen Tag lang in die Arbeit ein. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Metallspäne fliegen. Eisen kracht auf Eisen. Es ist laut, und man spürt den ganz eigentümlichen Duft einer Metallbearbeitungswerkstatt.

Eigentlich sollte der Besucher meinen, die Ausbildungswerkstatt der Maschinenfabrik Neuman & Esser in der Werkstraße sei kein Platz für junge Frauen. Doch zum „Girl´s & Boy´s Day” am Donnerstag war alles ganz anders. Gleich zehn Schüler, darunter auch drei Jungs, versuchten sich an Werkstücken aus Metall.

Duftlampen, Spiele wie Mühle oder Mensch-ärgere-Dich-nicht und vor allem Uhren in verschiedenen Ausführungen standen zur Wahl. Das Material und Muster, wie die Teile später auszusehen hatten, waren von Ausbildungsleiter Viktor Haas und seinen fleißigen Mitarbeitern schon frisch vorbereitet. Doch bevor es ans Eingemachte ging, erfuhren die jungen „Mitarbeiter” erst einmal, wer Neuman & Esser eigentlich ist.

Das mittelständische Familienunternehmen mit dem offiziellen Titel „NEA Group” mit mehr als 880 Mitarbeitern weltweit und Stammsitz in Übach-Palenberg gehört zu den namhaften Herstellern von Kolbenkompressoren und Mahlanlagen auf dem Weltmarkt. Die Kunden finden sich in der chemischen und petrochemischen Industrie. Davon konnten sich die zehn Schüler von den Gymnasien aus Übach-Palenberg, Geilenkirchen und Baesweiler und auch der Aachener Gesamtschule beim Gang zur Ausbildungswerkstatt gleich ein Bild machen. Vorbei an fleißigen „Blauhemden” und gigantischen Maschinen ging es in die überschaubare Werkstatt.

Hier lernen normalerweise die künftigen Industrie- und Zerspanungsmechaniker ihr schwieriges Handwerk. Doch nun durften die jungen Nachwuchskräfte mal ran. Und da zeigten Yvonne Vormstein, Viktor Haas und Rüdiger Schaaf den Schülern, dass es erst einmal darum geht, sich vor möglichen Unfällen bestmöglich zu schützen. Unter kundiger Anleitung der amtierenden Auszubildenden und ihrer Meister ging es dann in vielen kleinen Schritten von der einfachen Metallbearbeitung mit Stichel oder Bohrer hin zum fertigen Werkstück. „Die Mädels und Jungs sind mit Eifer dabei, es macht ihnen einen Riesenspaß, sich selbst an die fertigen Stücke heranzubewegen”, lobte Meister Haas.
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