Geilenkirchen - Fit und mobil bis ins hohe Alter hinein

Fit und mobil bis ins hohe Alter hinein

Von: Udo Stüßer
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Rund 200 ältere Geilenkirchen
Rund 200 ältere Geilenkirchener Bürger ließen sich gestern am „Bunten Nachmittag” in der Gesamtschule unterhalten. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister Thomas Fiedler. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wie erkenne ich eine beginnende Demenz? Wie kann ich als Angehöriger reagieren? Was kommt auf die Familie eines dementen Menschen zu? Wo finde ich Hilfe? Auf diese und viele weitere Fragen gab am Sonntag Claudia Sonnenschein von der Franziskusheim gGmbH Antworten.

An ihrem Stand in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule stellte sie nicht nur ihre Einrichtung vor, sondern warb auch für die kostenlose Demenzberatung. Aber nicht nur über die für viele noch als Tabu-Thema geltende Erkrankung wurde am Sonntag bei einem Informationstag „Rund ums Älterwerden” aufgeklärt: Adelheid Gottschalk, Ökotrophologin und Lehrerin an der Gesamtschule, zeigte Wege zur gesunden Ernährung auf; da ging es aber auch um Gesundheit, Reisen und Erholung, Kultur, Wohnen im Alter, Versicherung und Vorsorge, Mobilität und Fahrbarer Mittagstisch.

Seit vielen Jahren schon lädt die Stadt Geilenkirchen die Generation ab 65 zu einem bunten Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm ein. Vor drei Jahren wurden die Besucher erstmals zusätzlich mit Informationen, Flyern und Visitenkarten versorgt. Im Jahre 2010 kamen die ersten Info-Stände hinzu.

Sonntag waren es bereits 14 Aussteller, die in der Gesamtschule auf ihre Leistungen aufmerksam machten. „Diese Ausstellung wird von den Besuchern so gut angenommen, dass wir eine richtige Messe in anderen, größeren Räumlichkeiten planen”, erklärte Kulturamtsleiter Gort Houben am Rande der Ausstellung. „All das, was Senioren brauchen, findet man in Geilenkirchen. Hier ist das ganze Spektrum vertreten”, freute sich Roswitha Beckers, die für das Kulturamt hauptsächlich die Organisation übernommen hatte.

Dieser Informationstag war aber nicht nur für die Senioren gedacht, sondern für alle Generationen. „Gerade die Kinder der Senioren müssen informiert werden. Denn viele Dinge kann man nur gemeinsam planen”, sagte Houben, während sich die Enkel der älteren Besucher in der Spiel- und Schminkecke vergnügten.

Bereits am Eingang konnten sich die Gäste über die richtige Trinkmenge und unterschiedlichen Wassersorten informieren, wurden von Monika de Hesselle über wertvolle Mineralien und über die Bedeutung von Magnesium und Calcium aufgeklärt. Derweil warb Claudia Hermann für betreute Tages- und Mehrtagesfahrten für Senioren und lud zum „Traubenfest in Meran” ein. Die Johanniter präsentierten ihre ganze Palette, von den Sozialen Diensten über Hausnotruf, ambulante Pflege, Menüservice, Alltagshilfen und Wohnen im Alter. Eine marktgerechte Bewertung der Immobilien bot Gabriele Kulak an, und Bernd Reinckens klärte über Vorsorge auf und machte deutlich, welche Versicherungen im Alter noch notwendig sind.

Diabetes ist natürlich ein ganz großes Thema. Und so stellte sich die Diabetes-Selbsthilfegruppe vor, die sich an jedem letzten Donnerstag im Monat von 19 bis 21 Uhr im Wohnheim Mutter Teresa in der Josefstraße in Bauchem trifft. Die Mitarbeiterinnen der Geilenkirchener Stadtbibliothek hatten dicke Medienpakete rund ums Alter gepackt und machten deutlich, dass ältere Menschen in der Bücherei nicht nur unterhaltende Lektüren finden, sondern auch guten Rat erhalten. Während die Mitarbeiter des Kulturamtes auf ihre Angebote aufmerksam machten, erklärten Mitarbeiter der „West” die Rolle des Seniorenhelfers im Bus und die Bedeutung des Multi-Busses.

Bürgerschaftliches Engagement

3000 Produkte für die Generation 55 plus und für Menschen mit Einschränkungen, vom faltbaren Badesitz über den rutschfesten Gefäßöffner bis hin zum Großtasten-Handy, hat Martin Blunk aus Übach-Palenberg im Angebot. „Alles Hilfsmittel für den Alltag, um länger aktiv am Leben teilzunehmen”, sagte er und präsentierte unter anderem einen Rollator mit Beleuchtung und Regenschirm. Während Geilenkirchener Apotheken auf dem medizinischen Sektor informierten, präsentierte Stefan Beule E-Bikes, mit denen Senioren bis ins hohe Alter mobil bleiben können. Und dass Senioren nicht nur fit und mobil bis ins bleiben können, sondern sich auch für Projekte einsetzen, verdeutlichten Christiane Kirschbaum und Roswitha Eichhorn-Jordan von der Interessengemeinschaft Bauchem.

Diese Interessengemeinschaft hat sich die Umgestaltung des Johann-Plum-Platzes in Bauchem auf die Fahnen geschrieben. „Auch ältere Menschen bringen hier bürgerschaftliches Engagement ein”, verdeutlichte Roswitha Beckers, während die Besucher von der „Schmeck Lecker AG” der Anita Lichtenstein-Gesamtschule mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt wurden.
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