Fiedler zieht nach sechs Monaten Bilanz

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Er fühlte sich gleich am ersten Arbeitstag im Rathaus wohl: Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler zieht nach sechs Monaten im Amt eine positive Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Ein Bürgermeister ist heute Unternehmensleiter der Stadt und nicht mehr bloß der Grüßonkel. Der Grüßonkel hat ausgedient.” Sechs Monate ist Thomas Fiedler nun im Amt.

In dieser Zeit hat er festgestellt: „Politik ist sachlicher geworden, fairer im Umgang miteinander. Nachdem der Pulverrauch des Wahlkampfes sich gelegt hatte, war mir schnell klar, dass man in Geilenkirchen parteiübergreifend sachgerechte und gute Politik machen kann.” Fiedler ist einer von 62 parteilosen Verwaltungschefs im Land Nordrhein-Westfalen. Deshalb fühlt er sich nicht als Exot. „Ich wurde auch von meinen CDU-Kollegen im Kreis Heinsberg offen aufgenommen”, freut er sich. Und im Geilenkirchener Rathaus spürte er gleich am ersten Tag: „Hier fühle ich mich wohl.”

Ein Zwölf-Stunden-Arbeitstag ist für den studierten Linguisten und Historiker Normalität. Und die Arbeit macht ihm Spaß: „Es ist die Vielfalt der Themen und die Tatsache, dass sich selbst im Kleinen die Wichtigkeit der Themen für die Menschen deutlich zeigt.” An seinem vorherigen Arbeitsplatz in der Abteilung „Wissenschaft und Europa” der Stadt Aachen war das anders: „Da war die Arbeit abstrakter, da haben wir über regionale und europäische Entwicklung gesprochen. Hier steht der Mensch mit seinen Anliegen im Mittelpunkt.”

Sechs Monate im Amt, da gibt es sicherlich Momente der Freude: „Ja, wir kommen mit dem Einkaufszentrum weiter, und dabei handelt es sich nicht nur um Verlautbarungen. Und wir haben es gemeinsam mit einem Geilenkirchener Unternehmensberater geschafft, einen ungarischen Investor nach Geilenkirchen zu holen, der hier eine Backstraße einrichten wird.” Und Momente des Ärgers: „Mein Vorgänger hat schon rückblickend auf seine Amtszeit festgestellt, dass man es nie allen recht machen kann. Diesen Eindruck habe ich ebenfalls. Es wird häufig gemotzt.” Thomas Fiedler wünscht sich so manches Mal die Sichtweise „das Glas ist halb voll” anstatt „das Glas ist halb leer”.

Sicherlich sei es nach dem langen Winter bedauerlich, dass der erste Bauabschnitt Konrad-Adenauer-Straße erst Ende Mai fertig sei. „Da kann man schimpfen. Man kann aber auch sagen âIm Sommer haben wir eine schöne Flaniermeile.Ô” Auch die Fertigstellung des Beamtenparkplatzes verzögert sich. Aber Fiedler versichert auch: „Der Pfingstmarkt ist nicht gefährdet.”

Geht Thomas Fiedler sechs Monate nach Amtsantritt durch die Stadt, freut er sich, dass er im Sommer nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes „in schöner Atmosphäre in der Außengastronomie ein Eis essen kann”. Genauso freut es ihn, dass in einigen Tagen der Stirnberg-Brunnen auf dem Friedlandplatz fertig wird und ein Wurmfenster installiert wird. „Es wird ein Merkmal sein, das andere Städte nicht haben. So wie es wohl einzigartig ist, dass eine Stadt, so wie Geilenkirchen es getan hat, einen Flusslauf überdeckelt hat.” Bei dieser Gelegenheit betont Fiedler, dass der zweite Bauabschnitt garantiert nicht das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler behindern wird.
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