Geilenkirchen-Würm - Feuchter Spaß: Badewannenrennen lockt 4000 Schaulustige

Feuchter Spaß: Badewannenrennen lockt 4000 Schaulustige

Von: Georg Schmitz
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Unten links: Viel Betrieb herr
Viel Betrieb herrschte am Samstag auf der Wurm bei Würm. Hier schauten sich tausende Schaulustige die tollen Gefährte der Marke „Eigenbau” an, die sich in Richtung Flahstraß bewegten. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Würm. Den subtropischen Temperaturen von 36 Grad ist es in erster Linie zu verdanken, dass am Samstag „nur” rund 4000 Menschen zum 13. Badewannenrennen an die Wurm pilgerten. Zwischen den ansonsten so beschaulichen Geilenkirchener Stadtteilen Würm und Flahstraß war trotzdem wieder einmal „der Bär los”.

Die vor nunmehr 13 Jahren von der Karnevalsgesellschaft „Würmer Wenk” ins Leben gerufene Gaudi ist mittlerweile zum Ereignis mit Kult-Status avanciert und hat sich zur publikumswirksamsten „Dreistunden-Veranstaltung” im Kreis Heinsberg entwickelt. Während die Menschenmengen noch den Wurmweg von Geilenkirchen oder Randerath kommend in Richtung Start oder Ziel schlenderten, bereiteten sich die ersten Teams mental auf die wilde Flussfahrt vor.

Einige beäugten misstrauisch das sanft dahin plätschernde Flüsschen, das schon bessere Zeiten erlebt hat - was die Wassermenge betrifft. Die regenfreie Zeit der letzten Woche hatte dazu beigetragen, dass der Wasserpegel einen Tiefststand verzeichnete und überall einige Steinbrocken herausragten. Da drohte die Fahrt für besonders schwere oder große Boote schon kurz nach dem Start beim Überwinden einer der drei Stromschnellen zu scheitern.

Doch erstaunlicherweise kamen später fast alle Boote ganz gut durch, viele mussten allerdings oftmals angeschoben werden. Veranstalter „Würmer Wenk” fand im Technischen Hilfswerk Übach-Palenberg, dem Malteser Hilfsdienst, den DLRG-Ortsgruppen Geilenkirchen und Übach-Palenberg und der Löscheinheiten Würm wertvolle Unterstützung in Sachen Sicherheit. Insgesamt sorgten 150 Helfer für einen reibungslosen Ablauf des feuchtfröhlichen Spektakels.

Um 15 Uhr ging das erste von 45 Teams an den Start. Die kunstvoll umgebauten, leicht modifizierten oder schrill-schrägen „Schwimmkörper” zeugten vom Ideenreichtum der Erbauer.

Was da so alles um oder unter einer Badewanne herhalten musste, wies auf eine gewisse Kreativität der Konstrukteure hin. Das „Drumherum” ist nicht selten entscheidend für das Ankommen im Ziel, wobei die Badewannen manchmal auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen waren. Das war auch nicht unbedingt Pflicht, aber dennoch musste jedes Floß, Boot oder Schiff auf der Grundlage einer Badewanne gebaut sein beziehungsweise eine solche irgendwo beinhalten.

Das Jugendheim Süggerath war mit dem „Wurm Wurm” am Start, das war übrigens das längste Gefährt auf der Wasserpiste. Das Gefährt beinhaltete sechs Badewannen und ein Dutzend stabilisierende Fässer.

Im dritten Jahr waren die „Glorreichen Sieben” mit ihrem „Conbam-Floß” aus hochwertigem Bambus mit dabei.

Viel beachtet auch die „Wikinger” aus dem Selfkant. Herausragend an dem Wikingerschiff war der viereckige, jedoch abgerundete Mast. Eine Lachnummer waren auch die „Notärzte” Dr. Grabsch und Dr. Fummler, die in entsprechendem Weiß mitpaddelten. Das Promi-Boot hatten diesmal die Vorsitzende des Aktionskreis Geilenkirchen, Dr. Rita Freches-Heinrichs und Bauhofleiter Wolfgang Jansen bestiegen. Gesund, aber klitschenass erreichte das Duo das Ziel.

Die weiteste Anreise hatten sicherlich 35 Franzosen, die aus dem bretonischen Scaer das Ereignis nicht nur verfolgten, sondern mit einem eigenen „Boot” teilnahmen. Bevor sie starteten, zeigten sie einen „Zaubertanz”, der ihnen offensichtlich ein schadenfreies Durchkommen garantieren sollte. Dutzende nette Mädels wurden auch beim diesjährigen Badewannenrennen zu Wasser gelassen.

Kinder und Jugendliche machten sich ihren eigenen Spaß und spritzten die Passanten mit Wassergewehren nass oder gossen gar ganze Eimerladungen über die Vorbeigehenden.

Siegesprämien gab es beim anschließenden Burgfest in und um Haus Honsdorf übrigens nicht nur für den Erstplatzierten.

Wie bei karnevalistischen Jubiläen üblich, konnte sich jede elfte Badewannenbesatzung als Sieger betrachten.
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