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Fenster zur Wurm wird mehr als doppelt so teuer

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Der Rat der Stadt Geilenkirchen hat sich mit dem Wurmfenster beschäftigt.

Dabei handelt es sich um einen geplanten LED-beleuchteten konischen Aufbau mit schräg verlaufenden Fenstern in Edelstahlkonstruktion von etwa zwei mal einem Meter Größe mit niedrigstem Punkt von 30 Zentimetern und höchstem Punkt von 60 Zentimetern.

Durch das geteilte „Glasdach” können die Passanten einen Blick in die Wurm werfen, die in etwa drei Meter Tiefe dahinplätschert. Mit Scheinwerfer soll die Wasserfläche an dieser Stelle beleuchtet werden. Das Sichtfenster soll auf der freien Bürgersteigfläche vor dem „Ihr Platz” errichtet werden.

Die geschätzten Kosten für das schon mehrfach, so auch bei der jüngsten Stewi-Ausschusssitzung vorgestellte Sichtfenster sind zwischenzeitlich „aus dem Ruder gelaufen” und von 17.000 auf 44.000 Euro gestiegen. Als Bürgermeister Thomas Fiedler dies vermeldete, gab es ein erstauntes und lautes Raunen aus den Reihen der Stadtverordneten.

In welchen Sprachen?

„Das habe ich erwartet”, sagte Fiedler und machte einen Vorschlag: „Sie stimmen heute über die Variante ab, wir werden anschließend die kostengünstigste von fünf eingeholten Angeboten berücksichtigen”. Danach soll die von der Stadtverwaltung vorgelegte Kostenanalyse noch einmal im Stewi-Ausschuss beraten werden.

Nun stimmten die Ratsvertreter nur noch über die Wurmfenster-Variante mit oder ohne Erläuterungstext ab. Ohne eingravierten Text werde das Fenster größer und eröffne so mehr Sichtfläche, erklärte der Bürgermeister. Dann ergebe sich noch die Frage, ob aufgrund der Internationalität der Stadt Geilenkirchen der Text auch in englischer Sprache verfasst werden soll.

Das rief Ratsvertreter auf den Plan, die meinten, auch eine französische Fassung zu installieren, denn immerhin gebe es eine intakte Städtepartnerschaft mit dem bretonischen Quimperle. Nun wiederum müsse man auch an die Niederländer denken, die tagtäglich aus der direkten Nachbarschaft über die Grenze nach Geilenkirchen kämen. Bei derart vielen Sprachen ließe die ausführliche Textgestaltung auf dem Wurmfenster kaum noch Platz für eine Sichtfläche.

Da brachte Horst-Eberhard Hoffmann (SPD) einen Vorschlag ein: „Wäre die Installation einer erläuternden Tafel auch neben dem Wurmfenster möglich?” Damit konnten sich alle anfreunden, auch CDU-Ratsherr Wilhelm-Josef Wolff, obwohl: „Das Wurmfenster wird in unserer Fraktion konträr diskutiert.”

Am Ende der Diskussion lehnte der Rat mehrheitlich eine Wurmfenster-Variante mit integriertem Text ab, wobei die Variante mit „selbstständiger” Texttafel befürwortet wurde.

Das Thema wird den nächsten Stewi-Ausschuss weiter beschäftigen.
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