Feldmaus „Fredrik” und die Moral von der Geschicht

Von: g.s.
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Puppenspieler Heinrich Zwissler brachte den Kindern in Immendorf die Geschichte von der Maus Frederik mit. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Immendorf. Gespannte Ruhe und lautes Kinderlachen wechselten sich im Theaterraum der Katholischen Grundschule Immendorf ab, als Heinrich Zwissler mit seinen handgenähten Mäusefiguren die Geschichte von der Feldmaus Frederik erzählte.

Das Farbschatten- und Puppenspiel des Figurentheaters Heinrich Heimlich war ein Beitrag der Stadt Geilenkirchen im Rahmen des Projektes Theaterstarter. Alle drei Aufführungen waren vollbesetzt, wohl vom Bekanntheitsgrad des Kinderbuches „Frederik” herrührend, das in einer freien Bearbeitung vom Figurentheater mit einer Kombination aus Tischfiguren und Farbschattenspiel als amüsante und poetische Geschichte in Immendorf ein begeistertes Publikum fand. Die aufmerksamen kleinen Zuhörer kamen aus dem Immendorfer Kindergarten und der gastgebenden Grundschule.

Puppenspiel will gelernt sein, und bei Heinrich Zwissler handelt es sich um einen Fachmann, der an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart sein Studium absolvierte. „Ich bin ein âDipl-PupÔ”, scherzt Zwissler mit seiner in Fachkreisen gern verwendeten Berufsbezeichnung. Einen Tag vor seinem Auftritt in Geilenkirchen gastierte der Diplom-Puppenspieler bereits in Vaals, zu anderen Terminen war er in Österreich und Italien mit unterschiedlichen Theaterstücken unterwegs. „Die Geschichte von dem Mäusejungen ist derzeit sehr beliebt”, weiß der Künstler und erzählt, worum es geht: „Mit dem Stück möchte ich Familiensituationen darstellen, wie sie sich im normalen Leben abspielen. Die Kinder lernen, dass im Ergebnis auf der Welt nicht nur materielle Dinge zählen.”

Die Mäuseeltern und Frederiks Bruder Pauli sammeln vor dem nahenden Winter Vorräte zum Überleben. Nur Frederik hat Augen für alles andere, nur nicht für Nahrungsvorräte. „Es gibt solche und solche, es braucht die Anpacker wie auch die Träumer, das Künstlerische im Kind muss bewahrt werden”, erläutert Zwissler, der für sein Figurenspiel schon viele Auszeichnungen bekam. „Es war einmal eine kleine Maus, und die hieß Frederik”, beginnt er die Geschichte so, wie fast alle Märchen anfangen. Vor dem sommerlich-bunten Hintergrund huscht die kleine Maus im Zusammenspiel mit Bruder Pauli und Papa und Mama über die Stoffleinwand. Der Herbst nahte, und es ist für die Mäusefamilie an der Zeit, Vorräte für den Winter anzulegen. Während alle fleißig Nüsse, Früchte, Maiskolben und Kartoffeln nach Hause bringen, hat Frederik nur die Schönheiten der Natur im Blick. Er nimmt die blaue Kornblume mit anstatt die Getreidekörner, er schaut den Bienen und dem Schmetterling hinterher und lässt sich von allen hübschen Dingen ablenken. Dann bricht der Winter herein, und die Vorräte werden angeknabbert.

Doch die gesammelte Nahrung geht schnell zur Neige, am Ende sind nur noch Maiskörner da. Der Vater schiebt Frederik die Schuld wegen der fehlenden Körner zu, schließlich habe der nichts zu den Vorräten beigetragen. Frederik ist traurig, besinnt sich aber dann seiner gesammelten Werke. Er erzählt der Familie schöne Geschichten von seinen Erlebnissen. Die Kornblume inspiriert die kleine Maus zum Komponieren eines Liedes mit dem Titel „Im Sommer ist´s schön”. Eltern und Bruder sind begeistert, singen kräftig mit und überstehen gut gelaunt den Winter bis zum Frühling. Für den Puppenspieler gab es am Ende viel Applaus von den Kindern.
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