Gangelt-Birgden - Exklusive Wohnlage auf dem Schornstein

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Exklusive Wohnlage auf dem Schornstein

Von: hama
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Da kam auch Gangelts Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz gucken, als Franz Oschmann (2.v.l.) und seine Helfer einen Brutplatz für Wanderfalken montierten. Repro: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Birgden. Gespannt ist man beim Naturschutzbund (Nabu), wer wohl der erste Mieter in der exklusivsten Wohnlage im größten Ort der Gemeinde Gangelt sein wird.

Seit einigen Tagen gibt es ein Brutplatzangebot auf dem Schornstein im Gewerbehof mit einem herrlichen Ausblick über die Orte der Umgebung.

Der Arbeitskreis „Nabu Rode-/Saeffel-/Kitschbachtal” hatte nun im Rahmen seines Projektes „Nisthilfen für bedrohte Vogelarten” (bisher für Schleiereule, Steinkauz, Waldkauz, Hohltaube, Eisvogel, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Turmfalke) mit großer Unterstützung der Gemeinde Gangelt sowie auch der Firmen Trepels (Stahlbau) und Hall & Kehmer (Schornsteinrestaurierung) das große Glück, auf diesem Schornstein eine erste Wanderfalken-Nisthilfe montieren zu können.

Für eine zweite wird zurzeit nur noch die Standortfrage abgeklärt, erläutert Franz Oschmann als Nabu-Vertreter. Obwohl der Wanderfalke zu den auf der Erde am weitesten verbreiteten Greifvogelarten zählt, gehört er bei uns zu den vom Aussterben bedrohten Vogelarten.

Mit Pestiziden angereicherte Beutetiere, Verfolgung und Tötung, Eierraub oder Störungen sind hauptverantwortlich. Wanderfalken wählen Nistplätze, die weiten Ausblick gewähren, also zum Beispiel auf Felsen, Ruinen, Masten, Türmen oder eben Schornsteinen wie in Birgden. Von hier aus können sie ideal ihre enorme Fluggeschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern ausspielen und ihre Beute überfallartig attackieren. Dazu gehören Stadt- bzw. Wildtauben, Drosseln, Stare, Elstern.

„Nachdem in den letzten Jahren im Nordkreis wieder einige Erfolg versprechende Bruten oder Brutversuche des Wanderfalken beobachtet werden konnten, wird ab jetzt wohl auch im Süden des Kreises manches Fernglas oder Spektiv in Richtung dieser Schornsteinspitze gerichtet sein”, ist sich Oschmann sicher.
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