Evangelische Kirche: Christiane Schoenen ist jetzt Prädikantin

Von: hama
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Christiane Schoenen hat sich in der evangelischen Kirche zur Prädikantin ausbilden lassen und wird am 14. Dezember um 14 Uhr ordiniert. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Die Sehnsucht danach, Gott Raum zu geben, ist eine der Motivationen, die Christiane Schoenen dazu bewogen hat, sich in der evangelischen Kirche zur Prädikantin ausbilden zu lassen. Dabei hat die Frau, die in Gangelt mit dem evangelischen Pfarrer Mathias Schoenen verheiratet ist, als diplomierte Religionspädagogin und als Ehe- und Lebensberaterin, ebenfalls mit Diplom, schon zwei Berufe.

Die Arbeit einer Prädikantin ist grundsätzlich vergleichbar mit der eines evangelischen Pfarrers; zu dem Ehrenamt gehört allerdings keine Pfarrverwaltung. Vor Jahren sei sie schon einmal angesprochen worden, ob sie nicht diesen Weg einschlagen wolle. Mit Blick auf ihre berufliche Beanspruchung und die Familie hat sie da noch abgelehnt. „Aber irgendwann waren die Kinder flügge“, so Christiane Schoenen, die mittlerweile Bibliologin war und dabei während der Gottesdienste mit den Gläubigen über die Auslegung der Bibel redet. „Ich habe in der evangelischen Kirche so viel Gutes erfahren, dass ich Ja zu meiner inneren Überzeugung gesagt und den Weg der Ausbildung eingeschlagen habe“, fasst Christiane Schoenen zusammen.

Durch ihr Engagement rund um die Friedenskirche, die Gruppen und Veranstaltungen, die sie ins Leben rief, ist ihre Bindung groß. „Ich möchte meine Glauben weitergeben, erzählen, begleiten!“ Nach diesem langen „Auf dem Weg“ sein, freut sich Christiane Schoenen jetzt auf den 14. Dezember, wenn um 14 Uhr ihre Ordination gefeiert wird.

Ins Gespräch kommen

An der Predigt dieses Tages arbeitet sie immer noch intensiv. Obwohl sie im Rahmen der Ausbildung schon 20 Predigten geschrieben und vorgetragen hat, ist diese eine natürlich besonders. „Jeder kann die Stelle über die Spreche im liturgischen Kalender nachlesen“, sagt Christiane Schoenen. Aber es ist ihre Interpretation, die dann zum Tragen kommt. Eine „Tiefenbohrung“ nennt sie das Persönliche, das einfließt, sich der Öffentlichkeit stellen, das Eigene zeigen. „Und das bereitet mir große Freude!“ Man sieht das Feuer in ihren Augen, wenn sie sagt, dass hier Gott mit der Welt ins Gespräch kommt.

Landeskirchliche Kurse

Landeskirchliche Kurse über gut zwei Jahre sind die eine Seite der Ausbildung. Pfarrerin Tanja Bodewig wurde Christiane Schoenen als Mentorin zur Seite gestellt. „Wir pflegen zu Hause das Gespräch“, berichtet sie lachend, angesprochen auf den Vorteil, dass bei ihr ein „echter“ Pfarrer in greifbarer Nähe sitzt. Klar hilft das, aber für Christiane Schoenen ist das „nahe dran sein“ an den Menschen und damit an der Gemeinde wichtig. „Ich bin durch meinen Weg gewachsen“, resümiert sie den Teil ihres Lebens, der sie nun bald zur Prädikantin macht.

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