Erster Rauchmeldertag: Piepen kann vor Ersticken retten

Von: Georg Schmitz
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Franz-Josef Alshut und Hans-Jo
Franz-Josef Alshut und Hans-Josef Kempen (v.l.) erklären Tatjana Schiele und Nadine Juchems beim 1. Rauchmeldertag in Prummern die Handhabung von Feuerlöschern. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Prummern. Das Rauchmelder Leben retten ist unbestritten, aber warum hat sich nicht längst jeder Haushalt die eigentlich recht preiswerten Geräte angeschafft?

Das fragen sich besonders die Feuerwehrangehörigen, die regelmäßig mit Bränden konfrontiert werden und deshalb wissen, wie wichtig die Rauchmelder sind. Die Löscheinheit Prummern der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen ergriff am Wochenende die Initiative und machte beim ersten Rauchmeldertag am Gerätehaus die Bürgerinnen und Bürger des Dorfes auf die Dringlichkeit der Anschaffung dieser „Piepser” aufmerksam.

„Wir wollen uns als Feuerwehr vorstellen und Themen, die von Bedeutung sind, der Bevölkerung näher bringen”, nannte Löscheinheitsführer Hans-Josef Kempen den Grund für den Öffentlichkeitswirksamen Informationstag. Mit drei Schwerpunkten traten die Feuerwehrleute an die Bevölkerung heran. Das waren neben dem Hauptthema Rauchmelder auch die Bereiche Umgang mit Feuerlöschern und Herzdruckmassage zur Wiederbelebung. Für das zuletzt genannte Thema hatte sich Dr. Ralf Hausmann zur Verfügung gestellt, der das seit 2010 bestehende Konzept der Wiederbelebung durch Laien erläuterte.

Demnach empfiehlt sich gegenüber der früheren reinen Mund-zu-Mund-Beatmung heute die das Herz stimulierende Druckmassage. Mediziner und Fachleute praktizieren die Herzdruckmassage im Zusammenspiel mit der Mund-zu-Mund-Beatmung. Dr. Ralf Hausmann referierte in mehreren Vorträgen über das wichtige Thema der Reanimation. Ein weiterer Schwerpunkt war die Handhabung von Feuerlöschern. Hans-Josef Kempen und Franz-Josef Alshut hielten entsprechende Löschgeräte bereit, mit denen die Besucher des Infotages Löschversuche vornehmen konnten. Bei der Demonstration galt es, eine zwei Meter hohe Flamme unter Beachtung des Eigenschutzes zu löschen und das gelang eigentlich allen Teilnehmern.

Beim zentralen Thema Rauchmelder wurde bekannt, dass es in Nordrhein-Westfalen derzeit noch keine verpflichtende Verordnung für den Einsatz von Rauchmeldern im häuslichen Bereich gibt. „Im laufenden Jahr sind in NRW bereits 45 Personen durch Einatmen von Brandrauch gestorben”, nannte Kempen eine erschreckende Zahl.

Im Schlaf durch Kohlenmonoxid sterben sei bei Bränden eine häufige Todesursache, die unmerklich daher schleiche. Davor könne sich aber jeder Mensch schützen, indem er Rauchmelder in seiner Wohnung anbringt. Beim Infotag wurden Rauchmelder verlost. Das Rahmenprogramm beinhaltete Kinderanimation und verschiedene Vorführungen. Daneben luden die Frauen der Feuerwehrmänner zu Kaffee und Kuchen ein. Für den Grillstand hatte Hans-Josef Kempen Original „Stadionwürste” aus Mainz mitgebracht, die als „rote Feuerwürste” in Prummern reißenden Absatz fanden.
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