Erste Frau an der Spitze des Stadtsportverbandes

Von: Georg Schmitz
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Karin Hölscher ist neue Vorsitzende des Stadtsportverbandes Geilenkirchen, Horst Tacken (r.) wurde zum 2. Vorsitzenden und Heinz-Josef Menke zum Beisitzer gewählt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Nach eineinhalb Jahren Vakanz an der Spitze des Stadtsportverbandes Geilenkirchen konnte der Vorsitz bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung wieder besetzt werden. Mit Karin Hölscher steht erstmals eine Frau bei den organisierten Sporttreibenden an vorderster Front.

Die Geschäftsführerin des Budo-Sport-Clubs wurde einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Ebenso einstimmig erfolgte die Wahl des 2. Vorsitzenden Horst Tacken sowie die des Beisitzers Heinz-Josef Menke.

„Ich freue mich, dass wir heute Abend diese Lücke schließen können“, sagte der Vorsitzende des Kreissportbundes Heinsberg, Ronnie Görtz. Er betätigte sich bei der Mitgliederversammlung im Sportpark Loherhof als Wahlleiter.

Geschäftsführer Heinz-Josef von St. Vieth sieht optimistisch in das Jahr 2015. Unter anderem auch, weil die Stadt Geilenkirchen bereit sei, die besonders von den Folgen des Hallenbadbrandes betroffenen Schwimmvereine mit einem Prozent der eingesparten Betriebskosten des Schwimmbades zu unterstützen.

Hier ist von 400.000 Euro an jährlicher Einsparung die Rede, so dass ATV und DLRG auf einmaligen Antrag rund 4000 Euro zur Verfügung gestellt werden könnten. Bürgermeister Thomas Fiedler machte auf Nachfragen aus der Versammlung aber klar, dass die 400.000 Euro einfach so in den Raum geworfen würden, also rechnerisch nicht belegt wären.

„Wer die 4000 Euro haben will, muss mir klar nachweisen, dass er sie braucht“, so der Bürgermeister. Immerhin handele es sich um freiwillige Ausgaben. Fiedler: „Den Zuschuss, den wir da zahlen würden, müssen wir an anderer Stelle einsparen.“

Keine Daseinsprobleme

Für den Bürgermeister stellte sich die Lage so dar, dass der ATV so groß sei, dass er keine Daseinsprobleme habe. Die DLRG sei nicht abhängig vom Schwimmunterricht, dieser sei nicht die einzige Säule auf der der Verein stehe. Ihm sei klar, dass jedem Kind in seiner Schullaufbahn Schwimmunterricht angediehen werden müsse. „Wenn wir am 30. März 2017 das neue Schwimmbad eröffnen, wird jedes Kind in Geilenkirchen schwimmen lernen können“, war Fiedler sicher. Auch die derzeit betroffenen Kinder seien dann noch in der Schule und könnten das Bad nutzen.

Planer steht fest

„Wir liegen im Zeitplan“, machte Thomas Fiedler beim Blick auf den Schwimmbad-Sachstand deutlich. Die europaweite Ausschreibung zur Gewinnung eines Planers sei erfolgreich gewesen. Die auf die Planung von Schwimmbädern spezialisierte Fachfirma Heinrich Blass aus Euskirchen gehe das Projekt an. Derzeit werde der Abriss der Hallenbadruine ausgeschrieben, mit dem Abriss werde Anfang 2015 begonnen. Ende März 2015 könne der Planentwurf dem Stadtrat vorgestellt werden. „Die Planungsvorgaben können erfüllt werden“, so Fiedler. Es bleibe bei fünf Schwimmbahnen von je 25 Meter Länge und einer Drei-Meter-Sprunganlage.

Das neue Gebäude werde anders ausgerichtet und um 90 Grad gedreht, quasi an der Jahnstraße ausgerichtet. Daneben entstehe eine Vereinsstätte als separates Gebäude, für dass die Vereine aber auch Eigenleistung einbringen müssten.

„Das Stadion in Bauchem bekommt 2015 eine Laufbahn-Sanierung“, erfreute Fiedler die Leichtathleten unter den Sportlern. Derzeit sei schließlich keine wettkampffähige Laufbahn in der Stadt vorhanden, und dieser Zustand sei nicht tragbar.

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