Erkrath gewinnt erstes Indiaca-Turnier

Von: Georg Schmitz
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Zum Ende des ersten Indiaca-Turniers beim Sportverein Rhenania in Immendorf kamen alle Teams noch einmal in freudiger Eintracht aufs Spielfeld, auf dem gute Werbung für diesen Sport gemacht worden war. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Reinhard „Kalle“ Kalmring hat sich nach Ablauf des ersten von der Rhenania Immendorf ausgerichteten Indiaca-Turniers begeistert gezeigt. Zwar war der Übungsleiter der Indiaca-Abteilung nicht ganz mit dem Ergebnis des Immendorfer Teams zufrieden, aber dafür fand er die Resonanz von Seiten der Bevölkerung gut.

„Wir waren schon bei vielen Indiaca-Vereinen zu Gast, jetzt wollen wir uns revanchieren“, hatte Kalmring vorweg gesagt. Er konnte neben Ortsvorsteher Friedhelm Thelen auch den Bundestrainer und vierfachen Weltmeister im Indiaca-Sport, Danny Thiele, in der Immendorfer Turnhalle begrüßen. Der Champion war bereits vor einem Jahr einmal zu Besuch bei den Rhenanen. Jetzt spielte er im Team des SC Indiaca Erkrath mit. Damals hatte er den Immendorfern über ein paar Trainingseinheiten das grundsätzliche „Know How“ vermittelt.

Dass Indiaca ein Sport ist, der Generationen miteinander verbindet, davon konnten sich die mehr als hundert Zuschauer beim „1. Pohlen Dach Cup“ überzeugen. Indiaca ist vergleichbar mit Volleyball, denn Spielregeln und Spielfeld sind fast identisch. Anders als beim Volleyball besteht das Spielgerät Indiaca aus einem runden, neongelben Schlagpolster aus Schaumkunststoff mit einem Durchmesser von acht Zentimetern und einem Verbindungsstück auf der rote Federn sitzen.

Die in Deutschland noch recht junge Sportart entwickelte sich aus dem ursprünglich in Südamerika beheimateten „Peteca“. Der Kölner Karlhans Krohn entdeckte das dynamische Rückschlagspiel im Jahr 1936 in Brasilien, brachte es nach Deutschland und entwickelte es zu Indiaca. Mit Schwerpunkt Westfalen gibt es in Deutschland rund 20.000 aktive Indiaca-Freunde. In unserer Region befindet sich die Sportart noch im Aufbau. Im Gegensatz zu vielen anderen Teamsportarten ist Indiaca gelenkschonend, das Verletzungsrisiko ist gering, lässt sich in Spielbeschreibungen nachlesen.

Die Turnier-Gegner waren für die Rhenanen keine Unbekannten, denn die Immendorfer hatten mit den Mixed-Mannschaften von SC Erkrath, ATV Wuppertal, OTB Wuppertal und dem Damenteam von TuS 09 Frelenberg zuvor bereits das Vergnügen. In der Turnhalle hatten die Frauen und Männer Gelegenheit, sich im fairen Wettkampf erneut zu messen.

Ein Spiel lief über zwei Sätze von je zehn Minuten. Die beiden Teams standen sich gegenüber, und es galt, die Indiaca über das Netz in das gegnerische Spielfeld zu schlagen. Sobald die „Feder“ dort den Boden berührte, bekam das schlagende Team einen Punkt. Wenn der Aufschlag das Netz traf, oder die Indiaca während eines Spielwechsels gegen das Netz geriet und zu Boden fiel, gab es Punkte für den Gegner.

Im ersten Match trafen die Gastgeber auf den ATV Wuppertal. Nach einem 19 : 15- und 23 : 9-Sieg sah es noch sehr gut für die Rhenanen aus. Doch die anderen drei Spiele gingen für die Immendorfer verloren. Die Stimmung war aber stets bestens, und die Zuschauer feuerten ihre Teams an.

Schließlich hatte der Favorit, der SC Indiaca Erkrath, alle Spiele gewonnen und mit 189 Punkten den Turniersieg geholt. Der TuS Rot-Weiß Frelenberg (130 Punkte) kämpfte sich auf Platz 2, der OTB Wuppertal auf Platz 3. Die Immendorfer Gastgeber belegten den vierten Rang (115 Punkte), und der ATV Wuppertal holte sich die „rote Laterne“. Während die Teams um Satz und Sieg kämpften, sorgten die vielen Helfer des Vereins für einen reibungslosen Ablauf und die Frauen der Fitness- und Gymnastikabteilung für die Beköstigung der Gäste.

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