Erhalt des Ü-Bades: Einigkeit gewünscht, das Gegenteil erreicht

Von: jpm
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Behält Übach-Palenberg sein beliebtes Schwimmbad? Diese Frage ist nach der Ratssitzung ebenso offen wie vorher. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Im Grunde gab es nicht viel zu diskutieren. „Der Rat der Stadt Übach-Palenberg bekennt sich nochmals ausdrücklich zum Erhalt des Ü-Bades“, lautete der Beschlussvorschlag. Er stelle klar, „dass eine Schließung dieser Einrichtung nicht beabsichtigt oder geplant wird“. Denn der Bevölkerung habe die Sorge um die beliebte Einrichtung nicht in Gänze genommen werden können.

Das war der Opposition bei weitem zu schwammig – und so gab es dann doch etwas zu diskutieren.

Oppositionsführer Heiner Weißborn (SPD) machte deutlich, dass er für den Antrag stimmen werde, setzte allerdings ein dickes Fragezeichen hinter dessen Sinnhaftigkeit. „Wir diskutieren hier über den Erhalt eines Bades, ohne zu wissen, wie das funktionieren soll. Die Zustimmung der SPD solle bitte nicht als Blankoscheck missverstanden werden, irgendwann einmal jede beliebige Idee der Verwaltung mitzutragen. Ähnlich klang das bei Rainer Rißmayer von den Grünen: „Das hier ist ein Lippenbekenntnis, bei dem uns die Realität ganz schnell wieder einholen kann.“

In der Tat blieb Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch bei seiner schon seit Monaten verfolgten Vorgehensweise, die Rettung des Ü-Bades in Reichweite zu verorten, ohne den geringsten Hinweis darauf zu geben, wie dies funktionieren soll. „Mehr kann und mehr darf ich nicht sagen.“ Der Antrag solle dazu dienen, „dass der Bürgermeister gestärkt in die Verhandlungen einsteigen kann“. Welche Verhandlungen genau gemeint waren, blieb offen.

CDU-Fraktionschef Gerhard Gudduschat sprang dem Verwaltungschef bei: Mit dem Antrag würden auch ein Stückweit die Mitarbeiter des Ü-Bades beruhigt. Es sei doch eine gute Sache, wenn der Rat geschlossen für eine Idee eintritt. Gegen den Vorwurf „Persilschein“ verwahrte er sich. „Herr Weißborn, Sie gucken schon wieder so bedenklich.“

Diskussion hin oder her: Am Ende stimmte der Rat für den Antrag. Nur die Grünen enthielten sich.

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