Emotional, facettenreich und anrührend

Von: a.s.
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Applaus: Den gab es nach einem
Applaus: Den gab es nach einem gelungenen Auftritt für die Protagonisten des Abends. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Nicht nur Gesang war Teil des Programms - auch ein wenig Schauspiel und vor allem sehr viel gute Laune gehörten zum Repertoire der Sänger des Liederabends der Musikschule Geilenkirchen im Haus Basten.

Zu Beginn hieß Musiklehrerin Olga Kreimer die anwesenden Gäste willkommen. Für sie war es ein kleines Jubliäum, da es ihr nunmehr fünfter Liederabend war. Zudem begrüßte sie Jac Jütten, dem sie für die Unterstützung dankte. Wichtig war es Olga Kreimer zu betonen, wie ernst alle Sänger ihre Arbeit an den „teilweise wirklich schwierigen Stücken” nehmen.

„Der Mai ist gekommen”

Den Anfang machte die zehnjährige Melissa Braun mit dem israelischen Tanzlied „Koldo-di”. Es folgte das Volkslied „Der Mai ist gekommen”, vorgetragen von Cynthia Schleicher. Melissa sang mit dem „Yellow Submarine” dann noch das erste englischsprachige Lied des Abend und Cynthia trug mit sicherer Stimme „Der Luftikant” vor.

Margaux Margraf trug ihre Arie „Lass mich mit Tränen” aus der Oper „Rinaldo” mit Ohla Kataran an der Geige und Olga Kreimer als Klavierbegleitung sehr gefühlvoll vor. Das ebenfalls sehr emotionale „Lachen und Weinen” von Franz Schubert gab Steffi Baumeister zum Besten, woraufhin das eher traurige und verletzte „Ständchen” (Franz Schubert) von Bianca Helbig folgte.

Mit einem Lied auf Latein und ruhiger Stimme bestritt John Redgwell seinen ersten Auftritt mit dem „Panis Angelicus”, begleitet von Katharina Lennartz an der Querflöte und Olga Kreimer am Klavier. Mit dem heiteren „Komm lieber Mai und mache” von Mozart wünschten sich Melissa Braun und Cynthia Schleicher ein wenig besseres Wetter. Bei Helmut Heuschens „Nun leb wohl, du kleine Gasse” gab es die kleine spontane Änderung, dass Migena Gjata die zweite Stimme übernahm.

Das bekannte „Where do I begin” trug Heike Dünkel gekonnt vor, worauf der nächste Klassiker „Killing me softly” gesungen von Jasmine Schleicher folgte. Beide erhielten kräftigen Applaus für ihre Dabietungen. Eins der Highlights war wohl das von Vanessa Kather vorgetragene „New York” aus der Feder von Alicia Keys, das sie in ihre eigene, ruhige Version verwandelte. Das allseits bekannnte „Over the rainbow” kam natürlich auch vor. Gesungen von Simone Dünkel sorgte es für Begeisterung im Publikum.

„Schwarze Augen”

Es folgten Vanessa Kather mit dem aufmunternd klingenden „Angel” und Laura Wurm mit „Colors of the wind” aus dem Film „Pocahontas”. Eine kleine Besonderheit stellte das Duett von Heike und Simone Dünkel dar. Mit „Der Apfel” von Anton Dvorak trugen Mutter und Tochter ihr vorerst letztes Duett vor, da Simone in Münster studiert und die Zeit so etwas knapp wird.

Dann sang Laura Heinen „Rusalkas Lied an den Mond”, Mathilde Draht ihr „Du bist die Ruh” und Lota Spedt das Lied „An Chloe”. Die zweite Arie „Orfeo” sang Marion Meyers. Das traurige und doch hoffnungsvolle „Wolgalied” aus der Operette „Der Zarewitsch” trug Helmus Heuschen mit Claudia Vieten am Klavier vor. Danach folgte jedoch die fidelere russische Zigeunerromanze „Schwarze Augen”, vorgetragen von Sarah Mutschall, die sich passend zum Lied als Zigeunerin verkleidet hatte. Das eingängige Liebeslied „Oh, du Liebster mein” wurde von Mathilde Draht und Marion Meyers vorgetragen, die sogar eine Strophe des Liedes auf Russisch sangen.

Zum Finale ein Duett

Das Finale des Programms stellte ein Duett der beiden Gesangslehrerinnen dar: Migena Gjata und Olga Kreimer sangen unter Klavierbegleitung durch Matthias Kreimer die „Barkarole” aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen” und erhielten nicht nur von ihren Schülern begeisterten Applaus.

Zum Abschluss ergriff Olga Kreimer und lobte alle Sänger: „Das sind teils so hochklassische Stücke, da hat man am Anfang die Ruhe noch nicht”, erklärte sie, doch nach den ersten paar Liedern werde man ruhiger und am Ende würde alles gut laufen.

Und dass, wie sie meint, das Singen auch dem Körper gut tut, konnte man daran merken, dass selbst die ältesten Sänger von rund 70 Jahren auf der Bühne so fidel waren wie ihre jungen Mitstreiter.
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