Geilenkirchen - Eltern wählen Schulform der Zukunft und Alternativen

Eltern wählen Schulform der Zukunft und Alternativen

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
Wohin nach oben, in welche wei
Wohin nach oben, in welche weiterführende Schule? Geilenkirchener Eltern von Grundschulkindern werden dazu befragt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Struktur der Schul(aus)bildung ist in Bewegung geraten. In Geilenkirchen strahlt das aufgrund der Hauptschulpartnerschaft mit Gangelt besonders aus.

Wie also sollen sich Eltern entscheiden, die ihre Kinder nach überschaubaren vier Jahren Grundschule in eine weiterführende Schule, die Sekundarstufe 1, überleiten möchten. Nur mit Kenntnis darüber ist es Kommunen möglich, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen, um dem Elternwillen zu folgen. Die Stadt Geilenkirchen unternimmt deshalb in der kommenden Woche eine sachdienliche Befragung.

„Wir möchten auf jeden Fall den Eindruck verhindern, dass in der Verwaltung Entscheidungen ohne den Elternwillen getroffen worden sind”, schildert Beigeordneter Herbert Brunen einen zweiten Effekt der anonymen Auskunft, die Erziehungsberechtigte voraussichtlich ab dem kommenden Mittwoch - nach Zustimmung im Schulausschuss am Dienstagabend - geben können.

Herbert Brunen erklärt das Verfahren: Alle Eltern von Grundschulkindern der Klassen 1 bis 4 werden bis zum 1. Dezember einen Fragebogen mit Erläuterungen erhalten, und zwar zur Weitergabe verteilt in den einzelnen Klassen. In dem Anschreiben führt die Verwaltung aus, wobei es in dieser Befragung geht und wie man sich aktuelle Informationen zum Thema sichern kann, nämlich auch über die Internetseiten des NRW-Schulministeriums.

Das dritte Blatt dieser Post aus dem Rathaus ist der eigentliche Erhebungsbogen. Welche Schulform „vorzugsweise” nach dem 4. Grundschuljahr gewünscht sei, wird gefragt. Ein Kreuzchen unter den Vorgaben Haupt-, Real-, Gesamtschule, Gymnasium oder die Sekundarschule in Halbtags- oder Ganztagsausführung wird erwartet. Sollte der geäußerte Wunsch nicht erfüllt werden können, die Verwaltung nennt fehlendes Angebot oder Kapazitätsprobleme, käme welche andere Möglichkeit für das Kind infrage? Das Auswahlverfahren fürs Kreuzchen wiederholt die beschriebenen Schulformen.

Die ausgefüllten Zettel - verzichtet wird auf Namensangabe, Adresse oder Unterschrift - sollten den Kindern wieder mit in deren sechs Grundschulen gegeben werden; ersatzweise steht auch der Hausbriefkasten vor dem Gebäude der Stadtverwaltung zur Verfügung. Letzter Rückgabetermin für alle Fragebögen ist allerdings der 7. Dezember. Dann bleibt der Verwaltung knapp eine Woche Zeit für die Auswertung der Umfrage.

„Die Zahlen sollen schnellstmöglich den politischen Fraktionen zur Verfügung gestellt werden”, sagt Herbert Brunen. Denn schon am Mittwoch, 14. Dezember, will sich der Stadtrat mit dem Thema öffentlich befassen.

Maximal 1039 Hinweise auf bevorzugte oder alternative Schulformen kann man im Rathaus erwarten - so viele wie Kinder an den Grundschulen der Stadt Geilenkirchen unterrichtet werden. Je mehr, desto besser, erhofft sich die Schulverwaltung reges Interesse.

Beigeordneter Herbert Brunen hält fest: „Ziel aller Verantwortlichen ist es, den guten Ruf der Stadt Geilenkirchen als Schulstadt zu stärken und mit den jetzt zu treffenden Entscheidungen ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Schulangebot im Interesse der Kinder und ihrer Eltern zu schaffen.”

Für die Gemeinden Gangelt und Selfkant rückt eine Gesamtschule näher. Wie die Verwaltung in Selfkant bestätigt, haben bei einer Befragung 136 Eltern von Drittklässlern sowie 111 von Viertklässlern die Anmeldung ihrer Kinder an einer Gesamtschule angekündigt. 100 Voten wären für die Einrichtung einer neuen Schulform nötig gewesen.

Die Bürgermeister beider Gemeinde haben sich erfreut gezeigt über das Befragungsergebnis, das jetzt veröffentlicht worden ist. Für sie ist nun klar, dass es eine Gesamtschule zum Unterrichtsjahr 2012/13 geben wird. Der Antrag dazu bei der Bezirksregierung in Köln soll in den kommenden Wochen gestellt werden.
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