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Einkaufszentrum auf dem alten Zechengelände wächst nach Plan

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Die Straße ist fertig, aktuell werden rund 20 000 Kubikmeter Erde bewegt, um Raum für den Hochbau am neuen Einkaufszentrum in Übach-Palenberg zu schaffen. Demnächst ist m,it dem Aufbau des Bauschildes zu rechnen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Das Bauschild kommt in Kürze, da ist sich Hans-Peter Gatzen ganz sicher. Doch selbst ohne den offiziellen Hinweis wird es in der Stadt nahe dem früheren Bergwerk ein neues Einkaufszentrum geben.

Der Dezernent aus dem Rathaus freut über das hohe Tempo, mit dem sich alle Bauarbeiten seit Beginn bewegen. „Es ist eine enorme Leistung, die von allen Beteiligten da erbracht wurde“, ist sich Hans-Peter Gatzen sicher.

Wilfried Dohmen, der hier mit seinem lokalen Bauunternehmen arbeitet, berichtet von Abläufen, die trotz des ebenso historischen wie schwierigen Baugrunds in Rekordzeit erbracht wurden. „Wir haben innerhalb von sechs Wochen eine halbe Million Euro an Investitionen verbaut“, sagt er. Normalerweise wird so ein finanzieller und arbeitstechnischer Umfang in rund drei Monaten umgesetzt.

„Es gab unter anderem 8000 Kubikmeter an Erdbewegungen“, ergänzt Torsten Engelen als Bauleiter. „Wir haben zum Teil mit bis zu sieben Baggern gleichzeitig gearbeitet.“ 20 Mann seien am Werk gewesen, ein hoher Krafteinsatz, wie Chef Wilfried Dohmen ergänzt. Das Tempo sei sogar trotz einer Verzögerung aufgrund von Versorgungsleitungen aus anderer Hand eingehalten worden.

Der Baugrund, der einmal das Kerngebiet der Steinkohleförderung in der ehemaligen Zechengemeinde bildete, hielt einige Besonderheiten bereit. „Wir haben eine Schachtschutzzone von 60 Metern“, ergänzt Achim Vogelheim vom städtischen Fachbereich Hoch- und Tiefbau. Und das doppelt, denn die hier vormals tätige Gewerkschaft Carolus Magnus hat zwei Förderschächte in die Erde getrieben, um an die Steinkohle zu kommen.

Darum war auch ein spezielles Gitterarmierungsgewebe notwendig, das eingebaut wurde, um den Sicherungsbestimmungen gerecht zu werden. „Damit werden eventuell entstehende Setzungen, die durch die Schächte hervorgerufen werden könnten, abgefangen“, betont Wilfried Dohmen. Das „Geogitter“ genannte Gewebe aus Textilfasern sorgt im Fall einer Setzung dafür, dass die dann langsam einsetzende Trichterwirkung in ihrem Tempo abgebremst wird und so eine mögliche Gefahr durch eventuelle Absenkungen des Grundes vermindert wird. Das vorhandene Extensometer, das eventuelle Setzungen permanent überwacht und zentral meldet, ist bereits versetzt worden, um weitere Sicherheit zu garantieren. „Auch war täglich ein Mitarbeiter der Schachtüberwachung vor Ort, um zu sehen, dass alles seine Richtigkeit hat“, berichtet Torsten Engelen. „Weitere Sicherheit bringt, dass die Versorgungsleitungen für Strom und Gas nicht im Einzugsbereich der früheren Schächte, sondern direkt an den späteren Bauten liegen“, schließt Achim Vogelheim.

Hoher Maschineneinsatz, eine Baustelle, die mit Hilfe modernster GPS-Technik und Toleranzen von bis zu drei Zentimetern beim Bodenaushub bearbeitet wird und schnelle Planumsetzung: So dürfe man, sagt Hans-Peter Gatzen, gerne fortfahren.

Es scheint, als würde sich der Wunsch des bald aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Dezernenten erfüllen. Denn nach dem Bau der mit Bordstein und Rinnenanlagen zwölf Meter breiten Fahrtrasse laufen auch die Erdarbeiten zur Vorbereitung des Hochbaus auf Hochtouren. „Hier werden aktuell 20.000 Kubikmeter Erde bewegt“, zeigt Torsten Engelen die Dimensionen der Arbeiten auf.

Voraussichtlich Ende Oktober könnte dann der Rohbau fertig sein. Der Bau der Parkflächen und des Regenrückhaltebeckens ist schon ausgeschrieben, aber noch nicht vergeben. Doch davor will der Investor das Bauschild setzen, damit auch so deutlich wird, dass hier ein neues Zentrum in der Stadt wachsen wird.

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