Eine Hauptschule in Geilenkirchen?

Von: Udo Stüßer
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Geilenkirchen. Das ehemalige Feuerwehrhaus in Hatterath wird der Interessengemeinschaft zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro übertragen. Dies hat der Geilenkirchener Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen.

Außerdem soll dem Verein ein Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro gewährt und auf die Erhebung von Steuern, Gebühren und Beiträgen verzichtet werden. Die St.-Peter- und Paul-Schützenbruderschaft darf hier einen mobilen Schießstand einrichten, die Stadt nutzt das Gebäude noch als Wahllokal.

Zum Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken im Bereich des Rodebaches stellte der Stadtrat eine außerplanmäßige Auszahlung in Höhe von 850.000 Euro bereit.

Während Kurt Sybert (SPD) von einem „Segen für Gillrath und Grotenrath” sprach, bezeichnete Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden dies als eine „veraltete Maßnahme, mit veralteter Technik”. Er kritisierte: „Wir geben Geld für Pläne aus, die zehn Jahre alt sind.”

Breite Zustimmung fand ein Antrag der Grünen: Diese hatten die Errichtung einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung auf einem städtischen Gebäude gefordert.

Zur Begründung seines Antrages blickte Jürgen Benden auf die Probebeleuchtung an verschiedenen Gebäuden in der Innenstadt zurück. „Selbst das Rathaus strahlte ganz nett”, erinnerte er sich, meinte aber auch: „Selbst bei modernster Technik wird zusätzlich Strom verbraucht.”

Den Energieverbrauch einer ständigen Beleuchtung sähen die Grünen selbst beim Einsatz moderner, energiesparender Beleuchtungsmittel sehr kritisch. Man müsse dafür einen Ausgleich schaffen und gleichzeitig dem Bürger präsentieren, „wie vernünftig wir mit den Ressourcen umgehen”.

Deshalb schlugen die Grünen vor, dass die Stadt Geilenkirchen zum Ausgleich der zu erwartenden Kohlendioxid-Belastung eine Photovoltaikanlage an einem städtischen Gebäude errichtet. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Einmütigkeit herrschte auch beim nächsten Antrag der Grünen, die die Erstellung einer umfangreichen Bedarfsanalyse für ein Soziokulturelles Zentrum in Geilenkirchen fordern.

Dieses Soziokulturelle Zentrum soll der Verbesserung der Kinder- und Jugend-, der Familien- und Seniorenarbeit dienen. CDU-Fraktionsvorsitzender Wilhelm-Josef Wolff signalisierte Zustimmung.

Den Standort eines solchen Zentrums wolle er allerdings außen vorlassen. „Der Bedarf besteht, auch ohne Analyse”, versicherte Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja. Dies sahen auch Joachim Möhring (SPD) und Manfred Solenski (FDP) so.

Christian Kravanja hatte vor der Ratssitzung „Unklarheiten über die Durchführung der Beschlüsse des Rates und dessen Ausschüsse moniert” und etliche Anfragen bereits schriftlich eingereicht. Unter anderem wollte er wissen, wie der aktuelle Stand der Planung zum Bau einer Bahnunterführung sei.

Bürgermeister Andreas Borghorst teilte mit, dass erste Gespräche mit Bahn und RP stattgefunden hätten, weitere würden folgen. Die vom Rat beschlossene Dirt-Bike-Anlage, so Borghorst auf Anfrage, werde im Mai gebaut.

Mit einem Antrag wartete CDU-Fraktionschef Wilhelm-Josef Wolff zum Abschluss auf. 400 Mädchen und Jungen aus Geilenkirchen würden umliegende Hauptschulen besuchen. „Die Hälfte geht nach Gangelt. Dieser Zweckverband kostet uns 200000 Euro im Jahr.”

Die Verwaltung solle nun prüfen, ob eine Beschulung in Geilenkirchen möglich ist, beispielsweise im Eichendorff-Kolleg. Uwe Eggert (SPD) machte der Umbau der Konrad-Adenauer-Straße Sorge.

Er wollte wissen, ob man die Maßnahme nicht beschleunigen könne. Nachdem punktuell die Kanalbaumaßnahmen abgeschlossen seien, so Beigeordneter Hans Hausmann, solle Anfang Juli gebaut werden.

Die Baufirma werde bis Freitagmittag arbeiten und dann die Baustelle räumen. „Denn wir wollen die Geschäftswelt nicht ruinieren”, sagte er und versicherte: „Bauferien darf es nicht geben.”
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