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Eindrucksvolle Skizzen von Traumwelten

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Die jüngste Ausstellung von Kunst im St.-Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen stammt von der Herzogenrather Künstlerin Barbara Mertens (r.) und wurde von Dagmar Wehr eingeleitet. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Im Wortsinn tief Luft holen und hineinspringen kann niemand bei den Bildern von Barbara Mertens. Und doch lassen die auf Leinwand gespannten Werke, die seit der Vernissage im Lichthof zwischen den Stationen B3 und C3 im St.-Elisabeth-Krankenhaus zu sehen sind, die Betrachter nicht mehr los.

Denn im Rahmen der Serie „Kunst im Krankenhaus“ hat die freischaffende Künstlerin aus Herzogenrath Bilder ausgestellt, die wie Skizzen von Traumwelten aussehen.

Immer collagenhaft, mit mehreren Bildebenen arbeitend und stets eindrucksvoll sind ihre Bilder. „Ich habe schon ein paar Mal im Aachener Luisenhospital ausgestellt“, sagte die Künstlerin am Rande der Vernissage. Durch einen Arzt des Geilenkirchener Krankenhauses gelang schließlich der Kontakt, und nun sind die Bilder noch bis einschließlich 19. Januar auch in Geilenkirchen zu sehen. „Ich habe schon ganz viele positive Rückmeldungen von Menschen im Krankenhaus zu meiner Arbeit erhalten“, sagt die sympathische Plitscharderin lächelnd, „es bringt doch ein wenig Freude in den Krankenhausaufenthalt.“

Der Lichthof ist dafür wie geschaffen, ist er doch die Stelle, an der Transparenz und das Wirken des Tageslichtes auf die doch eher nüchterne und zweckmäßige Klinikeinrichtung treffen. „Mir geht es darum, in Farben, Formen, Natur und das Bewusstsein einzutauchen“, umschreibt sie ihr künstlerisches Wirken. Das begann nach der Familienphase, wie Dagmar Wehr, die in die Ausstellung einführte, anmerkte. Durch die Arbeit im Soziokulturellen Zentrum „Klösterchen“ in Herzogenrath hat sie erlebt, wie ein aktives Angebot an Kursen und Projekten auch ihre Arbeit beflügeln kann. „Auf der einen Seite die Arbeit mit Menschen, die ihr viel Freude bereitet“, umschrieb Dagmar Wehr, „auf der anderen Seite auch immer wieder das Alleinsein, was für sie die Quelle für kreative Inspiration und Arbeit bedeutet“.

Angelehnt an die Technik der Enkaustic, in der die Vorstellung der Künstler mit Feuer unvergänglich in die Malfläche eingebrannt wurden, setzt sie ihre Gedanken in Bilder um. Pferde haben dabei eine besondere Stellung im Wirken von Barbara Mertens, sie liebt ihre Bewegung, Ruhe und Lebensfreude, scheut sich aber nicht davor, auch die von ihr dargestellten Pferde dem Alterungsprozess zu unterziehen.

„Denn ein gutes Bild braucht die Polarisierung von Dunkelheit und Licht, die wie ein Spiegelbild des menschlichen Lebens Freude und Traurigkeit im steten Nebeneinander symbolisieren“, so Wehr weiter. „Ohne Dunkelheit wüssten wir nicht, was Helligkeit bedeutet, ohne Schatten nicht, was Licht ist“, schloss sie. Vielleicht ist auch gerade deswegen ein Krankenhaus der richtige Ort für die Kunst der Herzogenratherin.

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