Ein Zuhause für psychisch Kranke

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Astrid Werny, Leiterin des Wohnheims Mutter Teresa in Geilenkirchen, mit Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilungen Gefährdeten- und Behindertenhilfe und Gemeindedienste.

Geilenkirchen. Sich orientieren und einarbeiten in das neue Aufgabengebiet und schauen, welche Schwerpunkte sich herausbilden: Dies hat bei Astrid Werny Priorität, seitdem sie die Leitung des Wohnheims Mutter Teresa für psychisch kranke Menschen in Geilenkirchen als eine Einrichtung der Abteilung Gefährdeten- und Behindertenhilfe des Caritasverbandes für die Region Heinsberg übernommen hat.

Gerne jedoch stellt sich die 45-Jährige dieser neuen Herausforderung, die für sie einen internen Aufstieg innerhalb des Caritasverbandes bedeutet.

Veränderung gewünscht

Bis dato war Astrid Werny Fachberaterin und Teamleitung beim Integrationsfachdienst. „Ich habe mir eine grundsätzliche Veränderung nach der langen Zeit in der Beratungsarbeit gewünscht”, sagt die Diplom-Sozialarbeiterin, die auch ausgebildete Erzieherin und Heilpädagogin ist.

Nach einem berufsbegleitenden Studium an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, das sie mit dem Master of Science in Supervision im April vergangenen Jahres abgeschlossen hat, wollte sie gerne noch mehr Verantwortung übernehmen. Als Heimleiterin habe sie es nicht nur mit einer viel größeren Einrichtung, sondern auch mit einem größeren Team zu tun. Zudem liege ihr die Klientel der chronisch psychisch behinderten Menschen.

„Ihnen ein Zuhause zu bieten und respektvoll zu begegnen - entsprechend dem Konzept der Einrichtung - ist mir sehr wichtig”, so Werny. Begeistert sei sie auch von der Ehrenamtsstruktur der Einrichtung. Über ein mehrjähriges Projekt sei es gelungen, Ehrenamtliche in die Kernarbeit der Einrichtung zu integrieren. Für ehemalige Bewohner gebe es zudem die Möglichkeit des ambulanten betreuten Wohnens durch bekannte Bezugspersonen. Und dann wäre da noch die ambulante Tagesstruktur mit ihren Angeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Als Heimleiterin trage sie die Verantwortung für die gesamte Einrichtung mit 24 Bewohnern und vier Bewohnern in Außenwohngruppen. Ihr zur Seite stehe dabei ein „engagiertes hoch motiviertes interdisziplinäres Team aus 20 hauptamtlichen berufs- und lebenserfahrenen, aber auch jungen dynamischen Mitarbeitern aus den Bereichen Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Krankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege, Ergotherapie, Hauswirtschaft und Haustechnik.

Nur im Team zu leisten

„Die Aufgaben einer Heimleitung sind nur mit einem solchen Team zu leisten”, betont Astrid Werny. Eine der wichtigsten Aufgabe als Heimleiterin sei, den Bewohnern ein Zuhause auch bis ins hohe Alter zu bieten und dafür Sorge zu tragen, dass diese sich wohl fühlen, Selbstständigkeit zu fördern und zu fordern ohne zu überfordern. „Die Menschen müssen ernst genommen und ihre positiven Ressourcen erkannt werden”, sagt Werny. Ein besonderes Augenmerk gelte auch der Vertretung und Öffnung der Einrichtung nach außen durch Öffentlichkeitsarbeit, Abendcafés und das jährliche Sommerfest.
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