Ein Sportbund für die Stadt: Mit Sportevents zu neuen Eindrücken

Von: mh
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„Stadt in Bewegung...“ – in Übach-Palenberg soll das gefördert werden. Foto: mabie

Übach-Palenberg. Wofür steht die Stadt? Im Fall Übach-Palenberg könnte man von einer „sportlichen Stadt“ sprechen. Eine Formulierung, die zum Beispiel auf ein Logo oder auf Ortseingangsschilder passe. Eine der möglichen Auswirkungen, die in einem „Sportkonzept“ für die dichtbesiedelte Kommune von Kevin Kaiser im Rathaus vorgestellt wurde.

Andere Formulierungen wären „Sportstadt“ oder „Übach-Palenberg – eine Stadt in Bewegung“. Das sei berechtigt, weil es in Übach-Palenberg mindestens 40 Sport treibende Vereine gebe - im Vergleich dazu in Geilenkirchen 34 und in Baesweiler 31). Es gebe ferner hervorragende Sportanlagen wie die am Bucksberg, das Ü-Bad oder die Schwimmsportschule, daneben Möglichkeiten für Senioren- oder Frauensport und Angebote für Kinder und Jugendliche wie zum Beispiel Bolzplätze oder Skaterbahn.

Was der Stadt möglicherweise fehle, sei etwa ein jährliches Sportgroßereignis, sagte der Marketingberater und nannte als Beispiel die nur 15.000 Einwohner zählende Stadt Salzdetfurth, die jährlich ein Sportevent veranstaltet, das rund 10.000 Besucher in die kleine Stadt bringt. Für Übach-Palenberg könnte das neben anderen Möglichkeiten eine Wiederbelebung des Volkslaufes sein, der einst in den 70er Jahren mit rund 800 Teilnehmern startete und nun bei unter 200 Läufern angekommen sei.

Der Name „Der neue Volkslauf“ könne beispielsweise über einem Pilotprojekt stehen, und bei richtiger Vorbereitung könnte der Lauf wieder zu einem festen Termin für Sportler in ganz Nordrhein-Westfalen werden und Gäste in die Stadt bringen, was sicher auch Handel und Gastronomie freue.

Dass Vorbereitungen für ein solches Ereignis Geld kosten, Geld, das die Stadt nicht hat, war auch Kevin Kaiser klar. Er sprach deshalb verschiedene Modelle des Sponsorings an. Für das Anwerben von Sponsoren und die Vorbereitung von Veranstaltungen bedürfe es allerdings Menschen, die „so etwas stemmen können“. Dringend notwendig sei deshalb für Übach-Palenberg ein Stadtsportbund oder eine entsprechende Einrichtung.

Weitere Möglichkeiten für die Stadt, in Sachen Sport etwas zu bewegen, sei die bessere Nutzung der vorhandenen Werbeflächen, auch dabei könnten Sponsoren helfen. Ebenso wichtig seien aber auch die eher kleinen Schritte, die weniger Geld kosten, wie die Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen oder Schnupperkurse für Sporteinsteiger. Mit wenig Aufwand ließen sich auch Aktionen wie „Mit dem Bike zur Schule“ oder die Nutzung von Dienstfahrzeugen für die Verwaltung verwirklichen.

Effektiv sei auch eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit. Kevin Kaiser nannte als Beispiele das Herausstellen von Rekordleistungen beim Sportabzeichen oder Sportveranstaltungen wie ein „Fußball-Dreamteam“ der Stadt gegen einen möglichst prominenten Verein.Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch lobte die Darstellung als ein „Feuerwerk an Ideen“. Vor allem das Thema „Stadtsportbund“ sollte auf offene Ohren stoßen, was auch von der Politik aufgenommen werden sollte.

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