Ein grünes Duo geht auf Stimmenfang

Von: Udo Stüßer
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Gemeinsam an der Spitze: Jürgen Benden und Maja Bintakys-Heinrichs. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. „Wir wollen bei den Kommunalwahlen zweitstärkste politische Kraft in Geilenkirchen werden“, sagt Jürgen Benden, Parteichef der Geilenkirchener Grünen. Und er ergänzt: „Wir waren unbequem, wir bleiben unbequem.“

Unbequem war vor Jahren sicherlich auch Maja Bintakys-Heinrichs, als sie sich in einer Bürgerinitiative für den Erhalt des Bauchemer Kindergartens engagierte. „Von den Grünen haben wir damals Unterstützung bekommen, da habe ich mich der Partei angeschlossen und bin seit sechs Jahren im Ortsverband aktiv.“ Jetzt hat die Mitgliederversammlung das Duo an die Spitze gewählt.

Damit gibt es seit acht Jahren wieder eine Doppelspitze. Die Statuten der Grünen empfehlen eine Doppelspitze. „Aber es ist schwer, auf kommunaler Ebene Leute zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren. Denn es ist eine kontinuierliche Arbeit erforderlich“, erklärt Benden, mit einer zweijährigen Unterbrechung seit 15 Jahren Parteivorsitzender, warum man für Elsbeth Küppers-Hoffmann, die vor zehn Jahren an Bendens Seite gewählt wurde, keine Nachfolgerin gefunden hat.

Seit vier Jahren ist die 39-jährige Maja Bintakys-Heinrichs sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Stadtentwicklung, gehört seit zwei Jahren als Beisitzerin dem Grünen-Vorstand an und ist seit November Sprecherin des Kreisverbandes. Eine Kandidatur für den Stadtrat schließt die Teverenerin nicht aus. „Sie war in der Vergangenheit im Hintergrund sehr aktiv, wir haben uns viele Arbeiten geteilt“, erklärt Benden. „Und trotzdem habe ich lange überlegt, ob ich ein solches Amt übernehmen soll“, sagt die Mutter zweier Kinder.

Die Grafikerin wird nun vorrangig den Bundestags- und den Kommunalwahlkampf der Grünen, die in Geilenkirchen 32 Mitglieder zählen, vorbereiten, entwirft Plakate und Flyer, betreut die Web- und die Facebook-Seite. „Gleich nach den Bundestagswahlen beginnt der Kommunalwahlkampf. Wir werden mit eigenen Plakaten kommunale Themen besetzen“, blickt Benden voraus.

Der Grünen-Parteichef ist seit neun Jahren auch Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. „Als Parteichef muss ich vorausschauend sein, neue Themen besetzen und öffentlich kommunizieren. Dann kommt die Fraktionsarbeit. Es werden Anträge formuliert und im Stadtrat agiert. Das bedeutet, dass die Partei die Grundsteine für die Positionierung der Fraktion legt“, unterscheidet er zwischen den beiden Ämtern. „Im Stadtrat sind politische Zwänge und die Mehrheitsfindung maßgebend, da muss man auch kompromissbereit sein.“

Während Bintakys-Heinrichs sich auf den Wahlkampf stürzt, will Benden nach den Sommerferien Kontakte zu den Vereinen aufnehmen. „Hierbei geht es mir um eine Gleichstellung der Vereine“, erklärt er. Die Schule Süggerath bedürfe einer energetischen Sanierung, hier seien auch die Vereine gefragt. „Solche Gespräche sind Sache der Partei, um dann mit den daraus gewonnenen Erkenntnisseen in der Fraktion und im Rat für eine Mehrheit zu kämpfen“, so Benden weiter.

Bei der energetischen Sanierung sei man in Geilenkirchen ohnehin auf einem guten Weg. „Wir sagen mit Stolz, dass wir Erfolge vorzuweisen haben, wir haben viel angestoßen.“ Ein Beispiel für Bürgernähe sei das Stadtgespräch der Grünen. „Bei einem Gespräch mit Bürgern und Vertretern der Bahn konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Die Bahn hat kürzere Schließzeiten zugesagt und eingehalten.“ Das Duo an der Parteispitze freut sich auf den 7. Grünen-Umwelttag im Sportpark Loherhof.

Zu dieser laut Benden größten nichtkommerziellen Umweltmesse in NRW werden wiedermehr als 70 Aussteller und Hunderte Besucher erwartet. Derweil legt Benden die Schwerpunkte der Fraktionsarbeit auf die Innenstadtsanierung und die Schulpolitik. „Beim Umbau der Innenstadt plädiere ich dafür, alles mit schlankem Fuß anzupacken, mit wenig Aufwand und wenig finanziellen Mitteln.“ Und zur Schulpolitik: „Wir müssen weg von der Realschule und hin zu einer Sekundarschule und einer erweiterten Gesamtschule.“

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